Kein geeignetes Personal für die NSL zu bekommen

Es gibt 9 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Bob.

  • Es ist extrem schwierig, geeigenetes Personal für die NSL zu bekommen. Viele scheitern schon an den Mindestvoraussetzungen (lesen, schreiben, telefonieren, Officekenntnise, technisches Verständnis).
    Wenn man dann mal "halbwegs" brauchbare Leute gefunden hat, verschwinden diese auch recht schnell wieder. Der Job ist den Meisten einfach zu stressig. Es ist echt zum Mäusemelken. Da verschwendet man viel Energie für die Einarbeitung und dann war es wieder völlig Umsonst.


    Wer kennt dieses Problem noch?

  • Hut ab vor den Kollegen die dort arbeiten, ist eine wirklich stressige Art sein Geld zu verdienen, dass es dort eine starke Fluktuation gibt kann ich gut nachvollziehen.

  • Allerdings hat das auch ganz gute Seiten - für Arbeitnehmer, die sich in diesem Bereich behaupten können. Für Arbeitgeber weniger, da hier tatsächlich die von DSS beschriebenen Probleme auftreten.


    Arbeitnehmer, die nachweislich über Erfahrung in den Leitstellen verfügen und damit auch nachweislich geeignet für diese Tätigkeit sind, werden mitunter händeringend gesucht. Und damit hat der entsprechende Arbeitnehmer ganz gute Karten in den Lohnverhandlungen. Wer als solcher "nur" Tariflohn bekommt, ist selbst schuld. Die meisten können höhere Löhne aushandeln - eben weil sie so gesucht sind.

  • Natürlich liegt es nicht am Geld. Bereits der Tarif liegt ja in den meisten Gebieten nicht gerade unwesentlich über dem der "normalen" Wachleuten.
    Ich sagte ja nur, dass diejenigen, die diesen Job können und nachweislich über Erfahrung und Eignung verfügen auch oft noch mehr als Tarif mit dem Arbeitgeber aushandeln können. Was selten ist und damit auch gesucht, ist teuer. Angebot und Nachfrage... Marktwirtschaft.


    Diese Aussage nichts mit dem Problem der Einarbeitung von Einsteigern in die NSL, die oft umsonst ist weil der Anfänger relativ schnell das Handtuch wirft.
    Das nervt tatsächlich unheimlich, wird aber vermutlich auch immer bestehen bleiben.

  • Ich habe mehrere Jahre in einer NSL gearbeitet. Im Prinzip war es ein guter Job, die Abwechslung war das beste und langeweile gabs nicht so viel wie in nem Pförtnerhäusschen =)
    Mein Grund zu wechseln war definitv das Geld und die Arbeitszeit. 12std Schichten und der Stress, die Verantwortung bei relativ wenig Kohle (S-H) haben mich dazu bewogen zu einer anderen Firma zu wechseln. Dort arbeite ich nun im 4-2 System 8,5Std täglich und verdiene !! 2,85 !! mehr die Stunde bei wesentlich weniger Stress und Verantwortung.


    Mein damaliger Chef sowie die Kollegen waren davon gar nicht begeistert (mussten ja ca 220std auf die anderen verteilt werden). Meinen Chef kann ich verstehen nachdem er mich ca 6 Monate hat einweisen lassen. Aber da er halt nicht bereit war finanziell etwas zu machen war es mir dann auch vollkommen egal.

  • Wer kennt dieses Problem noch?




    Sicher jeder der eine Weile in der NSL arbeitet. Ich arbeite 5 Jahre in einer und hab schon 4 (jung und alt) kommen sehen die ein knappes halbes Jahr durchgehalten habe. Entweder zu alt, langsam, Technisch uvnersiert oder einfach nicht willens so viel neues aufzunehmen und zu behalten. Aber es gibt auch welche die einfach einen ticken länger Einarbeitung brauchen (so ging es mir) weil man einfach die Zusammenhänge verstehen will, als nur einfach stupide irgendwelche vorgehensweisen auswendig zu lernen, ohne den Sinn dahinter zu sehen. Liegt mituner auch an alt eingesessene Kollegen, die einfach kein verständnis mehr für Anfänger haben und sich nicht mehr in diese hinein versetzen könne und einfach vorschnell zu der Meinung kommen "der neue schaffts nicht".


    Das sind so meine Erfahrungen :whistling:


    Achso ud zum thema Lohn....mitlerweile kommen alle GWT Fahrer bei uns auf 2 Euro mehr die Stunde, was sehr deprimierend als NSL Fachkraft ist und daher kann ich auch verstehen, das es kaum Leute gibt die sich die Arbeit in einer Zentrale antuen.



    Mfg