Zugangsvorraussetzungen "Meister - Schutz und Sicherheit"

Es gibt 9 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Horus.

  • Hallo, ich bin gerade am überlegen ob ich die Ausbildung zur Fachkraft für Schutz und Sicherheit abbrechen soll aufgrund dessen dass ich wegen einer Lapalie aus dem Wohnheim meiner Berufsschule geschmissen wurde. Meine Berufsschule ist ca. 160 km entfernt, damit is pendeln nicht möglich, Noten sind aber gut (1,5 Schnitt). Jetzt mache ich die Ausbildung nur um den Meister zu bekommen und anschließend die Fachkraft für Arbeitssicherheit machen zu können.


    Auf Berufenet steht dass die Zulassungsvoraussetzung für Meister für Schutz und Sicherheit unter anderem "4 Jahre einschlägige Berufserfahrung" sind. Reicht es da wenn ich 4 Jahre lang Werkschutz mache oder muss das in Führungsposition sein? Denn ich bin 20 Jahre alt und es gibt eine Alternative Zulassungsvoraussetzung: "Geprüfte Schutz und Sicherheitskraft", darf ich aber erst mit 24 machen, allerdings kann ich in den 4 Jahren bis dahin auch gleich die Meisterprüfung ablegen wenn es die Möglichkeit gibt.


    Kennt sich da jemand aus?


    Zitat:
    "Für die Zulassung zur Meisterprüfung wird vorausgesetzt:
    Im Prüfungsteil grundlegende Qualifikationen eine mit Erfolg abgelegte Abschlussprüfung in einem dreijährigen sicherheitsrelevanten anerkannten Ausbildungsberuf
    oder eine mit Erfolg abgelegte Abschlussprüfung in einem anderen sicherheitsrelevanten anerkannten Ausbildungsberuf und danach eine mindestens einjährige einschlägige Berufspraxis
    oder eine mit Erfolg abgelegte Abschlussprüfung in einem anderen anerkannten Ausbildungsberuf und eine mindestens zweijährige einschlägige Berufspraxis
    oder eine mindestens vierjährige einschlägige Berufspraxis
    oder eine mit Erfolg abgelegte Prüfung zur Geprüften Werkschutzfachkraft
    In der Praxis wird teilweise auch eine mit Erfolg abgelegte Prüfung zur Geprüften Schutz- und Sicherheitskraft anerkannt."



    Liebe Grüße, Simon

  • Wenn du eine Ausbildung hast, reichen zwei Jahre in der Sicherheit, egal in welcher Position, aber mit 20 Jahren bist du ja beinahe eben erst von der Schule gekommen. ;)
    Gute Infos gibt auch die IHK, aber eigentlich ist der Text ja sehr aussagekräftig.

  • Ausbildung abbrechen ist die Frage ^^ bzw, die eigentliche Frage ist "Was bedeutet 4 Jahre einschlägige Berufserfahrung in diesem Fall?"

  • Okay, also ich muss nicht zwangsläufig als Objektleiter oder in ähnlicher Führungsposition eingesetzt werden welche einem Meister nahe kommt ?

  • Berufserfahrung egal in welcher Tätigkeit, brauchst halt am Ende ein entsprechendes "Arbeitszeugnis" bzw. Bestätigung deines Arbeitgebers das du Wach- Sicherheitstätigkeiten durchgeführt hast.



    Rein persönlicher Rat, die geprüfte Schutz und Sicherheitskraft ist "nur" ein 3 Moantskurs und keine Berufsausbildung. Mit 20 Jahren mach die Ausbildung zuende. Zumal später die Lerndifferenz zwischen Fachkraft und dem Meister sich in Grenzen hält.
    Wohingegen du von der GSSK zum Meister schon riesige Ausbildungsdifferenzen hast die du mit viel Eigenstudium ausgleichen müsstest...


    Versuch die Banalität zu Regeln, da ja auch bei den Noten die Ausbildung um ein halbes Jahr verkürzt werden könnte. Macht sich auch immer gut im Lebenslauf be--er

    Dieb: "Unterstellen sie mir etwa das ich klauen würde? Das habe ich doch garnicht nötig..."


    Detektiv: "Ich unterstelle nicht, ich stelle fest. Entscheidener Unterscheid!" lol01

  • Schließe mich da an und rate dir auch, wenn du den Weg gehen willst, die Grundlagen so gut wie möglich zu erlernen.


    Beim Meister kommen dann eh noch ein paar Bereiche hinzu, von denen du im Alltag recht wenig gehört haben wirst. ;)


    g`day

    daffi


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    Wer mich zur Sau machen will, wird merken, dass ich ein Schwein sein kann...
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    Wir sprechen uns noch...
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    VDK ----- Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.

  • Ich war bis jetzt eigentlich Programmierer und habe mich durchaus schon etablieren können, von daher kann ich über sogenannte "Kleinigkeiten" nicht hinweg sehen, denn da ging es lediglich um Machtspielchen, jedoch ordne ich mich da einfach nicht unter, mein Chef ist da im großen und ganzen sogar meiner Meinung was das anbelangt. Und der war selbst Berufsschullehrer bis vor 3 Jahren und ist auch bei der IHK für die ganzen Prüfungen der Sicherheitsleute zuständig in unserer Region.


    Ich hab mich entschieden den "schweren" Weg zu gehen und mache es via Berufserfahrung in einer Festanstellung welche mir mein Chef angeboten hat.


    Trotzdem vielen Dank für eure Tipps Leute, ich werde hier öfter vorbeischauen ;)


    Liebe Grüße, Simon

  • Mensch, Simon, wie kommt jemand wie Du dazu, vom Programmierer zum "Wachmuckel" abzusteigen? Oder warst Du in Sachen Programmierung zu spezialisiert und wirst nicht mehr benötigt?


    Ich frage deshalb, weil ich vor vielen Jahren selber Programmierer (und mehr in diesem Bereich) war und von Windows überrollt wurde. Da wurde alles anders und für mich schwer nachvollziehbar. Ein wenig konnte ich mich privat reinfuchsen, doch jünger wurde ich dadurch ja nicht.


    Es kann aber auch sein, dass ein Programmierer der heutigen Zeit keine eigenen Programme mehr entwickelt. Ist es so?

    Viele Grüße aus dem Norden


    Hans

  • Ich greif das Thema jetzt einfach nochmal auf. Du bist aus dem Wohnheim geflogen, aber nicht aus der Schule an sich? Dann würd ich mir überlegen, ob du evtl. woanders Quartier nimmst. In welcher Berufsschule bist du? In Essen ist z.B. das Kolpinghaus soweit ich weiß nicht weit und die sollen relativ günstig bei Übernachtungen sein.


    Ich würd an deiner Stelle auf jeden Fall die Ausbildung zu Ende machen, dann hast du was in der Hand. Schließlich garantiert dir 1. keiner, dass du die Meisterprüfung schaffst und 2. gibt's die Meisterschule ja auch nicht umsonst.



    In diesem Sinne

    Der Laie staunt - der Fachmann wundert sich