Schichten Kürzung

Es gibt 32 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Lori Oh.

  • Ich bin im Objektschutz seit 14 Jahren bereits Tätig und Arbeite im schnitt mit 6 anderen Wachleuten 19 Schichten im Monat.
    Vor kurzen hat man uns einen 8. Mann in die Wache reingesetzt. Jetzt will man uns nur noch 8-10 Schichten geben.
    Wir sind praktisch überbelegt und können die Schichten nicht mehr absichern durch sein vorgehen.
    Das Problem ist das der WL seine vollen 19 Schichten weiter haben will plus seinen besten Kumpel der da auch noch bei uns ist.
    Der Einsatzleiter der dafür verantwortlich ist hat das bereits auch so abgesegnet. Ich kann mir nicht vorstellen das
    diese Handhabe so rechtens sein kann. Er bevorzugt andere gegenüber den Kollegen und behandelt sie nach der Nase.
    Kann mir bitte jemand helfen.

  • Habt ihr vertraglich vereinbarte Mindeststunden?


    Es ist durchaus rechtlich überhaupt nicht angreifbar wenn der WL einen zusätzlichen Mann einsetzt
    -um eventuelle Krankheitsausfälle abzufedern,
    -Ersatz für Urlaubsreisen zu sichern,
    -es aufgrund anderer, objektbezogener Gründe rechtfertigen kann.


    "Moralisch" gegenüber der bisherigen Stammmannschaft ist es vielleicht nicht vertretbar, da ja jeder mit den Stunden rechnet und hier scheinbar nach Gutdünken (Freundschaft) eingesetzt wird; doch ist das lediglich ein Ansatz für Gespräche nicht für Juristen.

  • Generell gibt's wenig Ansatzpunkte. Die Dienstplanung fällt ins Direktionsrecht des Arbeitgebers und solange die tariflichen (falls Tarifbindung besteht) oder vertraglichen (siehe BayerLA) Mindeststunden gegeben (oder eben bezahlt, wenn die Planung weniger Stunden hergibt) werden...


    Aber: Gibt es einen Betriebsrat?
    Dienstpläne sind mitbestimmungspflichtig, und wenn dem BR eine Ungleichbehandlung zwischen einzelnen Mitarbeitern auffällt, kann er da durchaus intervenieren - nicht aber dafür sorgen, dass alle Mitarbeiter mehr Stunden haben als tariflich oder vertraglich mindestens vorgesehen.

  • Fakt ist das wir mit dem 8. Mann überbesetzt sind und somit in der Verteilung der Schichten nicht mehr hinkommen.Die Mindestmenge an Stunden kommt auch nicht hin. Wie haben sogar noch 3 Zusatzleute ( Rentner) die auch noch ihren Bedarf anmelden.
    ich bin doch nicht aufn Sozialamt tätig. Einen Betriebsrat gibt es bei uns nicht. Höchtens den Cheff noch den wir jetzt auch einschalten wollen.

  • Also, wenn ihr die vertraglich zugesicherte Mindeststundenanzahl unterschreitet aufgrund der Einsetzung dieses neuen Mitarbeiters, ist euer Chef dennoch verpflichtet die Mindeststundenanzahl zu bezahlen!


    Weißt Du, ob das Vorgehen mit dem Chef abgesprochen ist?

  • Ich habe den starken verdacht das mein Cheff mal wieder nicht weiss was der Einsatzleiter da macht. Der Einsatzleiter hat bereits in jüngster Zeit viel scheisse gebaut. Und obendrein hat er in einigen Firmen ein Hausverbot.

  • Ich sag mal so: Spätestens wenn der Chef die Differenz zu den tariflich/vertraglich garantierten Mindeststunden zahlen darf, und das dann auch für mehrere Mitarbeiter, wird er sicher hellhörig werden...


    Für die Mitarbeiter: Sicher nicht schön, wenn man laufend 190 Stunden hatte und auf einmal nur die Mindeststundenzahl von 173 (beispielhaft) hat,


    Andererseits: 150 Stunden tatsächlich arbeiten, aber 173 bezahlt bekommen ist auch nicht übel.

  • unser Chef hat auch bei uns gekürzt... auf 15 Arbeitstage a 12 Stunden = 180 Std.! ;(
    vorher hatten wir ca. 17 bis 20 Arbeitstage, bei Urlaub und Krankheit auch mal mehr...


    auch wir haben uns über seine Vorgehensweise aufgeregt... half aber nichts!
    Kommentar der Chefetage: lesen sie bitte ihren Arbeitsvertrag durch...


    mmm, 173 Std. sind verankert!
    und dann kam halt auch das Argument des neuen Stundenlohnes...


    wir hätten uns eine Staffelung bei der Kürzung gewünscht...
    um ab 1.1.16 das gleiche brutto zu haben, wie noch im Juni 2014.


    durch die Blume wurde auch kundgetan: wer nicht mitziehen möchte... kann doch gehen
    Zusatz: wir haben kein Betriebsrat bzw. sind auch nicht im BDSW. :cursing:



    Ich werde erstmal abwarten ob es eventuell doch 1 – 2 Arbeitstage mehr werden… :S;(


    Mehr Freizeit bei einen Stundenlohn von 9,50 € wäre bei mir dann kein Problem...
    15x12=180 / 180x9,50=1710 + Zuschläge / mir persönlich würde dies reichen!

  • Für 4.50 Euro waren wir gut genug. jetzt wo der neue Stundenlohn da ist gibt es den Ärger Gratis dazu. Die Zuschläge wurden drastisch gekürzt. Da hast du schon recht. 9.50 wären schon mal nicht schlecht. Man will ja auch noch zum Leben was haben. Als der neue bei uns eingesetzt wurde hieß es noch das die Schichten nicht gekürzt werden.....lach. Wie bitte schön soll das gehen wenn man überbesetzt ist.Die denken echt wir können nicht Rechnen.
    Bin mal gespannt ob die Rentner noch Schichten drauf bekommen.

  • ich glaube tommi72 meint seine Anfangszeit in dieser Branche... (4,50 €uro)
    und zurzeit spricht wohl auch sehr viel Unmut in seinem Beitrag mit…
    (derzeitige Situation) :cursing:


    ich persönlich begann bei ca. 4,091 €uro (8,00 DM) ohnmacht01
    (dies ist aber über zwanzig Jahre her)


    mal sehen wie es in der Zukunft weiter gehen wird!?. ?(

  • Es geht nur etwas, wenn endlich mehr MA aufstehen, sich aufraffen und trauen etwas zu unternehmen!


    Verdi kann nur die Sicherheitsunternehmen zu einer signifikanten Lohnerhöhung bringen, wenn die Mitarbeiter hinter ihrer Gewerkschaft stehen!

  • Sie stehen "vor" der Gewerkschaft, wenn es darum geht die Lohnerhöhung einzusacken, so niedrig wie auch ausfallen möge.
    Die zehn oder zwanzig Euro monatlich wollen sie aber nicht bezahlen.
    Das alte Spiel, alles haben wollen aber nichts geben, da hilft alles reden nichts.
    Was natürlich nicht heißen soll, dass man es nicht weiter versuchen sollte. :S


  • Es ist nicht einfach, doch aufgeben ist keine Option :)


    Sehe ich auch so. Auch wenn sich die Diskussionen mit immer den gleichen Argumenten wiederholt. Hast einen überzeugt, lugt der nächste mit den gleichen Argumenten gegen die Gewerkschaft um die Ecke.


    Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen. Aber wenn jeder von den Gewerkschaftsmitgliedern ähnlich verfährt und selbst versucht, weitere Mitglieder zu werben, wird es irgendwann mit der notwendigen Organisationsrate klappen.

  • ich habe bis vor den Gesetzlichen Mindestlohn 4,70 Euro verdient. Müsste aber sonst genauer nachschauen. Und das war wirklich schon sehr wenig.