Festes Objekt ohne Container im freien

Es gibt 8 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von oli-71.

  • Hallo Leute,


    hier ist mal wieder das Foren - Sorgenkind :rolleyes:
    Heute haben wir uns mit dem Chef, auf unserem Objekt getroffen, es ist eine Auto - Ausstellung.
    Schön und gut, 12 Std. Tag und Nachtschichten. Ich fragte den Chef ob hier kein Container ist, und die Antwort war nein. Also steht man 12 Std. rum oder geht rum, ohne warmes Essen oder trinken. Der Chef selbst wollte uns einen Wohnwagen dort hinstellen, damit wir uns mal aufwärmen können, essen können oder auch mal was trinken können. Der Wohnwagen wirft wohl kein gutes Bild auf die Ausstellung, und wo anders ist kein Platz.
    Ach so, WC haben wir auch keins. Der Chef fragt aber nach, ob wir den Schlüssel dafür bekommen können.
    Langsam frage ich mich, ob das mein Gewerbe ist.
    Wir können uns ja mal auch kurz in unser Auto "zurück ziehen"... weiß nicht ob es besser aussieht, wenn der Wachmann im Auto sitzt und sich eine Wurststemmel reindrückt...
    Ich habe auch keinen Plan ob dort Parkplätze in der Nähe sind, wenn das Ding am rollen ist. Also ich mag nicht 12 Std, nach nem Regenschauer naß rumstehen.
    Kann mich mal einer wecken? Ich hoffe es ist nur ein blöder Alptraum, aus dem ich hoffentlich bald erwache :hail: total falscher Film dau01

  • Sorry, Dein Arbeitgeber hat entweder keinen blassen Schimmer über seine Arbeitgeberpflichten, oder - schlimmer - es ist ihm völlig egal.


    Ich muss hier jetzt noch nicht mal mit irgendwelchen Vorschriften oder Gesetzen kommen, da läuft so ziemlich alles falsch.


    Wie schon an anderer Stelle geschrieben: Hör dort auf!

  • Mich wundert in der Sicherheitsbranche gar nichts mehr.
    Unzumutbare Arbeitsbedingungen sind nur der eine Teil. Was mich ärgert, ist die Selbstverständlichkeit, mit der sich Arbeitgeber über verbindliche Standards hinwegsetzen können. Arbeitgebernahe Betriebsräte (sofern überhaupt vorhanden) helfen ihnen dabei. Klar - sie wurden gewählt, weil nicht jeder in unserer Branche die vorhandenen Verflechtungen und Abhängigkeiten zwischen Chefs und "ihren" langjährigen Betriebsräten durchschaut.
    Wer meine postings kennt, weiß was ich meine...

  • Was mich ärgert, ist die Selbstverständlichkeit, mit der sich Arbeitgeber über verbindliche Standards hinwegsetzen können


    Das können die Arbeitgeber nur deshalb, weil der Großteil der Arbeitnehmer da mitmacht - und teilweise das Vorgehen sogar verteidigt. Bestes Beispiel wären die Pausen. "Geht doch nicht anders" oder "ich hab während meiner Schicht genug Zeit zum ausruhen". Das sind die Statements, die man zu hören bekommt wenn man da was ändern will.


    Wenn sich die Arbeitnehmer dahingehend wehren würden, müssten die Arbeitgeber da auch mehr tun.
    Ist das gleiche Spiel wie mit den Dumpinglöhnen: Wer dafür arbeitet, ist selbst schuld.

  • Eben!!!
    Es passt zwar nicht nicht zum Thema Container, aber die Gleichgültigkeit vieler Mitarbeiter zu Verhältnissen, die man eigentlich nicht hinnehmen muss ist symptomatisch für die Branche.
    Ich bin im Geldtransport und wir "dürfen" unsere "Pausenzeiten" á 5 Minuten splitten, wenn Fahrzeit zwischen den einzelnen Kunden mehr als 7 Minuten beträgt, also während der Fahrt auf dem Fahrzeug nehmen.
    Unsere Dienstpläne für die kommende Woche erhalten wir jeweils am Freitag der Vorwoche. Also nix mit Planung für das eigene Familienleben... Und wer hat dem zugestimmt? Richtig! Der Betriebsrat!!!
    Es gibt zwar ein Arbeitszeitgesetz, aber viele Mitarbeiter WOLLEN täglich 10 Stunden und weit mehr arbeiten!
    Dass das gegen alle möglichen Gesetze verstößt - egal! Hauptsache "der Laden läuft"!!!
    Was ist die Alternative? Man müßte klagen, denn Unterstützung vom "Betriebsrat" kann man nicht erwarten. Als "Nestbeschmutzer" hast du keine Zukunft und das läßt man dich spüren. Arbeitnehmerrechte gegen die eigene Firma durchsetzen ist für die meisten ein absolutes "no go"!
    nö01

  • Wie ich schon sagte: Die Arbeitnehmer sind oft selbst mit schuld an solchen Dingen.


    Aber zu den anderen Punkten:
    Nestbeschmutzer: Ich habe schon mehrfach die Erfahrung gemacht, dass klagende Arbeitnehmer keine Repressalien erleiden mussten, egal wie die Klage ausging. Weder von Arbeitgeberseite noch von den Kollegen. Es wurde weiter beschäftigt, nicht einmal ein schiefes Ansehen gab es. Und in allen Klagen ging es um nicht gerade wenig Geld...
    Diese "Nestbeschmutzer-Geschichte" erscheint mir daher eher als so eine Art Urban Legend, Herkunft unbekannt. Wobei natürlich der eine oder andere Arbeitgeber ein Interesse daran haben könnte, dass die Arbeitnehmer das so glauben.


    Betriebsrat: Wer mit der Arbeit des amtierenden Betriebsrat nicht einverstanden ist, kann sich gerne bei den nächsten Wahlen selbst aufstellen. Die Betriebsräte sind nicht auf ewig gewählt, im Gegenteil. Sie müssen bei jeder Wahl aufs Neue die notwendigen Stimmen bekommen.
    Als ich damals zum BR gewählt wurde, war das genau so. Wir waren mit dem amtierenden BR und dessen Arbeit überhaupt nicht einverstanden, er war uns zu arbeitgeberhörig. So waren wir dann eine Gruppe von 5 Leuten, die sich zusammentaten, stellten eine eigene Liste auf und warben entsprechend für uns und unsere Liste.
    Was soll ich sagen: Auf Anhieb hat es geklappt, der gesamte alte Betriebsrat war weg vom Fenster.

  • Zitat

    Wir können uns ja mal auch kurz in unser Auto "zurück ziehen"... weiß nicht ob es besser aussieht, wenn der Wachmann im Auto sitzt und sich eine Wurststemmel reindrückt...


    Liebe Chila, du solltest diesen AG verlassen, da liegt einiges im argen. Ob du dies kannst bzw. auch willst kann ich nicht beurteilen, man muss eben eine Entscheidung treffen.


    I know, nicht so einfach ;)

    Ich kaufe ein A und möchte lösen, "Bockwurst".

  • Hi,


    Das liegt definitiv an jedem
    einzelnen dort was zu ändern.


    Hab vor Jahren mal auf ner
    Baustelle im Winter Dienst geschoben. Hatten dort nen Quek Junior als
    Unterkunft mit Heizlüfter, Bahnheizkörper und Ölradiator. Nur der
    Strom hat gefehlt. Ich hab meinen Notstromer mitgebracht und Chef hat
    den Sprit bezahlt. Nachdem ein Kollege das Ding kleinbekommen hat und
    Cheffe zähneknirschend die Reparatur bezahlt hat hab ich meinen
    Stromer nicht mehr dort gelassen und es kam wie es kommen musste. Ein
    Kollege wollte mich ablösen, kam und Fragte wo wir uns Aufhalten.
    Ich zeigte auf den Quek "ist ne Heizung drin?" ich bejahte
    das "Wo ist die Toilette?" Ham wer nicht musst in den Busch
    oder über die Deichsel " Gibt es Strom?" Nö. Dreht sich
    rum und will abhauen hab ihm das Telefon und Obj. Schlüssel gegeben.
    Der Ruft in der Zentrale an nach dem wir das Obj. verschlossen haben
    und meint zum Chef " Hier gibts kein Strom es ist Kalt und ein
    Scheisshaus gibt es auch nicht. Das sind Menschenunwürdige
    Bedingungen ich geh nach Hause." Von diesem Tag an wurde das
    Obj. vom Revierfahrer bestreift.
    Der Kollege ist heut noch da und
    ihm Passierte nichts.


    VG vom Willi

    LG. euer W.Wachmann