Tarifverhandlung Securlog- Sanierung

Es gibt 296 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Geldfutzi.

  • Zitat

    @ Arwed
    Das beste Beispiel ist ja wohl der Tarifentscheid bei Securlog.


    Irgendwann Anfang des Jahres habe ich mich dann entschlossen, der Gewerkschaft beizutreten und mich für die Interessen meiner Kollegen mit einzusetzen. Ist zwar wieder mit neuem Stress verbunden, aber auch mit Erfolgen für die Kollegen. ;)



    Nichts dagegen, aber wie das aktuelle Beispiel zeigt ist diese Gewerkschaft, oder dieser Teil mit dem ominösen Namen FB 13 nicht bereit irgendwas für die zahlenden Mitglieder zu tun.
    Die Leute werden ihren Job so oder so verlieren, dank des großzügigen Geschenkes der hochbezahlten Mitarbeiter an die Investoren des Großkapitals, werden diese Investoren ihre Verluste begrenzen und weiterziehen.
    Was bleibt ist die Erkenntnis, manche bezahlen für eine Gewerkschaft die alles vertritt, nur nicht die Interessen ihrer zahlenden Mitglieder, schon merkwürdig das alles. ;)

  • SECURLOG - Einzelunternehmerische Logik oder Gesamtbranchenverantwortung
    (eine persönliche Meinung)


    Was ist denn da passiert?
    Ein Unternehmen der Geld und Wertbranche ist in der Krise, so sehr in der wirtschaftlichen Notlage, dass der Hauptinvestor, Goldmann und Sachs, seine Renditenmöglichkeiten als Investitionsobjekt bedroht sieht und nicht mehr gewillt ist, weitere finanzielle Unterstützung zu leisten.
    Es sei denn, die Arbeitnehmer sind bereit auf wesentliche finanzielle Bestandteile zu verzichten und 10 Mio. € pro Jahr einzusparen. Hierfür braucht man den Tarifpartner, die Gewerkschaft ver.di.
    Dieses Unternehmen ist auf dem Markt nicht irgendein Anbieter, sondern der Branchenführer SECURLOG.
    Nun stellt sich doch sicherlich direkt die Frage, nach den möglichen Ursachen für eine wirtschaftliche Notlage – für einen ernsten Sanierungsfall!
    Sicherlich liegt die Ursache in keinster Weise bei den Beschäftigten und auch gar nicht bei der Arbeitnehmervertretung.
    Die Gründe sind auch nicht in möglichen wirtschaftlichen Entwicklungen zu finden, die die Branche heimsuchen, sie sind vielmehr „hausgemacht“ und nahezu branchentypisch.
    Branchenkenner berichten vom aggressiven Marktverhalten des Unternehmens Securlog, von „Dumpingpreisen“, bei denen das Unternehmen mit nicht kostendeckenden Stopp-Preisen Kundenaufträge gewinnen will. Ein erbitterter Verdrängungswettbewerb in dieser Branche!
    Zudem spricht die unternehmerische Analyse von der mangelnden Rentabilität der Mitarbeiter – die sind zu mindestens nach meiner Auffassung – nicht naturgemäß unrentabel, sonder vielmehr durch mögliche mangelhafte Einsatzplanung nicht effizient genug eingesetzt.
    Insgesamt liegen die Hauptursachen für diese wirtschaftliche Krise in der Verantwortung des Unternehmens selbst!
    Was tun nun die Arbeitnehmervertretungen?
    Trägt man nun zur Sanierung dieses Unternehmens bei?
    Setzt man eine gesamte Branche damit dem Druck aus, die Arbeitsbedingungen zu senken, da ggf. durch einen Sanierungstarifvertrag der „Branchenprimus“ einen Wettbewerbsvorteil hat?
    Droht dadurch eine Lohnspirale nach unten? Verliert man dadurch die Lohnzuwächse, die in den letzten Jahren erkämpft wurden?
    Oder wendet man mit einem Sanierungstarif den Verlust von über 3000 Arbeitsplätzen ab?



    Viele Fragen auf die es keine einheitliche Antwort gibt, bei der es keinen „Königsweg“ gibt!
    Möglicherweise für das Unternehmen selbst richtig, für die Branche und die Arbeitsbedingungen fatal!
    Eine Plausibiltätsfalle!
    Wie sehen das die unmittelbar betroffenen MitarbeiterInnen von Securlog und wie die möglicherweise mittelbar betroffenen MitarbeiterInnen anderer Unternehmen in der Branche?
    Eines ist klar, wie sich entschieden wird, ob Sanierungstarifvertrag oder vielleicht nicht – für irgendeine Gruppe ist es die grundlegend falsche Entscheidung!
    Es wird zugelassen, dass sich die Beschäftigten selber mit einer Tarifkommission in Verhandlungen begeben, ein Ergebnis erzielen und danach allen direkt betroffenen ver.di Mitgliedern die Möglichkeit gewährt wird, über dieses Ergebnis abzustimmen? Die richtige Entscheidung?
    Richtig scheint mir persönlich, dass die Mitarbeiter in solche Entscheidungen einzubeziehen sind, aber dass die direkt Betroffenen keine komplette Verantwortung für die branchenpolitischen Auswirkungen übernehmen können. Der Druck und die Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes sind einfach zu groß und die Bereitschaft von Beschäftigten Einsparungen akzeptieren zu müssen, ist bekannt.
    Eine politische Entscheidung am Anfang des Prozesses halte ich für zwingend notwendig und hätte ich mir gewünscht.
    Nun gibt es ein Mehrheitsergebnis – und dass muss man, wenn man einen solche Weg eingeht, wohl oder übel akzeptieren.
    Das diese Abstimmungen und die Meinungsbildung immer neutral und unbeeinflusst gelaufen ist, muss man aber in Teilen ernsthaft bezweifeln, da mir bekannt ist, dass kritische Stimmen massiv angegangen wurden, dass bei Beschäftigtenversammlungen und in Einzelgesprächen aktiv Einfluss genommen wurde und dass in Kundeninformationen und im öffentlichen Auftritt bewusst Falschinformationen verbreitet wurden.
    Was machen nun die Beschäftigten:
    Sicher gibt es einige die sich über das Ergebnis freuen und nun hoffen ihren Arbeitsplatz dauerhaft gesichert zu haben.
    Es gibt andere, die sich tief enttäuscht von dieser Entscheidung fühlen! Die die Einschnitte in ihrem Verdienst wirtschaftliche kaum verkraften können.
    Die nun überlegen ihre Mitgliedschaft zu kündigen, da sie sich in ihren Interessen nicht mehr vertreten fühlen!
    Wem hilft das?? Zu was führt das??
    Es führt auf jeden Fall dazu, dass die Kraft geschwächt wird, Arbeitnehmerinteressen in Zukunft durchzusetzen und die Möglichkeit zukünftige Tarifverbesserungen zu erreichen, nachhaltig verschlimmert wird. Wie schon erwähnt, die Verantwortung für diese Krise hat der Arbeitgeber.


    Und da stelle ich mir persönlich die Frage:
    Wer hat ein Interesse an geschwächten Arbeitnehmervertretungen, an geschwächten Gewerkschaften?
    Sicher nur die Arbeitgeber!!!!
    Das sollten wir nicht zulassen!
    Aus Angst vor dem Tod, Selbstmord begehen – ist die falscheste Antwort!


    K. Braun
    (eine persönliche Meinung)

  • @ Arwed


    Ich sag ma so: Man kann nicht alle Schlachten gewinnen. ;)
    Meinen Kollegen hat es bisher geholfen, dass ich es mir anders überlegt habe, sie wissen, dass sie auf mich bauen dürfen. Und mein Chef weiß, dass ich die gültigen Vertäge studiert habe. :grin:


    Ich grüße trotzdem mal in Deine Wache rein und wünsch Dir nen ruhigen Dienst!


    Sgt. pepper

  • @sgt, pepper ,
    danke gleichfalls. Ich habe heute wirklich einen ruhigen Dienst, nämlich frei. :) Mit Bedacht gewählt, in meiner Wache geht es heute nicht so ruhig zu, die ganzen Neuanfänger ( Bachelorstudiengänge) bei der Polizei Niedersachsen reisen heute an.
    Da muß man seine Freizeit schon richtig legen. :grin:

  • Zitat

    @ Braun
    So interessant Dein Beitrag auch ist, durch Wiederholung wird er nicht interessanter! ;)


    Ich lasse dies, auch der Aktualität geschuldet, zu. Leider gehen sinn/brauchbare Beiträge oftmals unter, eine Eigenart jeder Forumsstruktur.

    Ich kaufe ein A und möchte lösen, "Bockwurst".



  • Okay, Du hast ja Recht, das hatte ich in dem Moment leider ausgeblendet. :-[ Zu dem merken von Namen kann ich nur sagen, solange wie diese Personen die Du meinst es schaffen, die Mehrzahl derer die sie mal wählen könnten, hinters Licht zu führen, Du kannst mir glauben bei uns kann der eine das wunderbar, solange brauchen die sich auch keine Sorgen um ihre Wiederwahl zu machen.

    Meine Meinung steht fest, verwirren sie mich nicht mit Tatsachen.


    Ausserdem wurde ich nicht geboren um so zu sein wie andere mich gerne hätten.

  • Zitat

    @ Arwed
    Dann wünsch ich Dir einen ruhigen stressfreien Abend. Hauptsache die Katzen stören Dich dann nicht! ;)



    Danke sehr, die Katzen sind beschäftigt, mit der Jagd auf Nachtfalter. :cheesy:

  • @ drago


    Na, nun mal nicht aus einer Mücke einen Elefanten machen. So gesichert ist kein Betriebsratsmitglied, dass es automatisch wieder gewählt wird.


    Bei der kommenden Betriebsratswahl, werden sich sicherlich Kolleginnen und Kollegen an gewisse Aktionen erinnern. Auch werden sich sicherlich welche finden, die dem Gedächtnis auf die Sprünge helfen werden.



    Aus Erfahrung kann ich folgendes sagen:


    Personenwahl wird es bestimmt aus gutem Grunde nicht geben. Also Listenwahl. Richtig nett wird es dann aber, wenn andere Listen antreten. Die erforderliche Unterstützung dürfte zu bekommen sein.


    Wenn dann andere Listen mit zur Wahl stehen, kann es schon schwer werden, mit Listenplatz 3 oder sogar 2 in den BR gewählt zu werden...


    Wenn es soweit ist, dürfen sich Interessenten gerne melden. :grin:


    g`day

    daffi


    _____________________________________________________________________


    Wer mich zur Sau machen will, wird merken, dass ich ein Schwein sein kann...
    ---
    Wir sprechen uns noch...
    _____________________________________________________________________


    VDK ----- Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.

    Einmal editiert, zuletzt von daffi ()

  • Eine alte Weisheit der Dakota-Indianer besagt: Wenn du entdeckst,
    dass du ein totes Pferd reitest, steig ab. Doch Manager versuchen oft
    andere Strategien.




    * Sie besorgen eine stärkere Peitsche.


    * Sie wechseln die Reiter.


    * Sie sagen: So haben wir das Pferd doch immer geritten.


    * Sie gründen einen Arbeitskreis, um das Pferd zu analysieren.


    * Sie besuchen andere Orte, um zu sehen, wie man dort tote Pferde reitet.


    * Sie erhöhen die Qualitätsstandards für den Beritt toter Pferde.


    * Sie bilden eine Task Force, um das tote Pferd wiederzubeleben.


    * Sie schieben eine Trainingseinheit ein, um besser reiten zu lernen.


    * Sie stellen Vergleiche unterschiedlich toter Pferde an.


    * Sie ändern die Kriterien, die besagen, ob ein Pferd tot ist.


    * Sie kaufen Leute von außerhalb ein, um das tote Pferd zu reiten.


    * Sie schirren mehrere tote Pferde zusammen an, damit sie schneller werden.


    * Sie erklären: Kein Pferd kann so tot sein, dass man es nicht noch schlagen könnte.


    * Sie machen zusätzliche Mittel locker, um die Leistung des Pferdes zu erhöhen.


    * Sie machen eine Studie, um zu sehen, ob es billigere Berater gibt.


    * Sie kaufen etwas zu, das tote Pferde schneller laufen lässt.


    * Sie erklären, dass unser Pferd besser, schneller und billiger tot ist.


    * Sie bilden einen Qualitätszirkel, um eine Verwendung für tote Pferde zu finden.


    * Sie überarbeiten die Leistungsbedingungen für Pferde.


    * Sie richten eine unabhängige Kostenstelle für tote Pferde ein.


    * Wer sagt dass man tote Pferde nicht reiten kann? Sie lassen das Pferd schnellstens zertifizieren.


    * Sie frieren das Pferd ein und warten auf eine neue Technik, die es
    uns ermöglicht, tote Pferde zu reiten Sie bilden einen Gebetskreis der
    unser Pferd gesund betet.


    * Sie stellen das tote Pferd bei jemand anderem in den Stall und behaupten, es sei seines.


    * Sie stellen fest, dass die anderen auch tote Pferde reiten und erklären dies zum Normalzustand!


    * Sie ändern die Anforderung von reiten in bewegen und erteilen einen neuen Entwicklungsauftrag.


    * Sie sourcen das Pferd aus.




    Wenn man das tote Pferd schon nicht reiten kann, dann kann es doch wenigstens eine Kutsche ziehen.






    Das musste ich jetzt posten, erinnert mich irgendwie an meine Firma... :-))


    LG SECURITANER :P

    +++SECURITAS RULEZ 4 EVER+++




  • Du weisst doch wie ich das meine, oder? Ich schrieb von der Mehrheit der Wähler. dann brauchen die sich auch keine Sorgen zu machen. So wie ich das hier sehe und mitbekomme wird von dieser Person im Moment sehr viel Schleim verteilt. Ich bete und hoffe das es ihr aber nichts nützen wird.

    Meine Meinung steht fest, verwirren sie mich nicht mit Tatsachen.


    Ausserdem wurde ich nicht geboren um so zu sein wie andere mich gerne hätten.