Taschenkontrolle

Es gibt 7 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Chefin.

  • Oh Mann,


    also sollte das so sein wie in diesem Artikel geschrieben, würde ja jegliche Grundlage für eine routinemäßige Taschenkontrolle wegfallen. Da ja angeblich der Hinweis auf Hausordnung Blödsinn und rechtlich nicht richtig ist.


    Natürlich hat man einen Generalverdacht, wenn man Taschenkontrollen macht. Die werden zum einen gemacht, um z.B. bei durch Inventuren festgestellten Differenzen den Grund ausfindig zu machen oder um abschreckend zu wirken.


    Dass jeder eine Taschenkontrolle verweigern kann, ist klar. Darf er auch. Man wird ihm ja dann nur die möglichen innerbetrieblichen Konsequenzen mit auf den Weg geben. Ist für uns hier nicht weiter erwähnenswert. Kennen wir alle.


    Warum wird hier zu mehr Mut und Wehr gegen diese Kontrollen aufgerufen? Wurden denn so viele Leute an der Kasse durch falsch ausgebildetes Personal drangsaliert und behandelt? Und auf welcher Basis arbeiten WIR denn dann noch...??? ?(


    Meine Meinung: Gebt nicht den Kassiererinnen die Schuld, denen wurde bestimmt nicht erklärt, auf welch juristisch dünnem Pfad sie sich bewegen. Schließlich ist das Thema Recht etwas, was manche jahrelang studieren.


    Also gibts ab jetzt nur noch Randale an den Kassen. Toll. 8|

    "Such dir einen Job, den du liebst, und du musst nie wieder arbeiten"

  • also sollte das so sein wie in diesem Artikel geschrieben, würde ja jegliche Grundlage für eine routinemäßige Taschenkontrolle wegfallen.


    Es kann keine Grundlage wegfallen, da es beim Supermarktkunden schlicht keine gibt.


    Anders sieht es dagegen beim Mitarbeiter aus, wenn die Kontrollen vertraglich (Arbeitsvertrag, Betriebsvereinbarung) einwandfrei vereinbart sind.
    Aber genau das ist ja bei Kunden im Supermarkt oder Kaufhaus nicht möglich - und nur um die geht es hier.

  • Ich denke mal, es soll einfach nur heissen, dass eine per Schild angekündigte Taschenkontrolle im Supermarkt nicht zwangsläufig heissen muss, dass der Kunde dazu gezwungen werden kann.


    Mich hat irritiert, dass Hinweise auf Hausordnung oder Schilder rechtlich nicht gelten.


    Tja, hat ein Betrieb Besucher, dann bekommen die einen Besucherschein oder die Hausordnung ausgehändigt, worin ihm vorab erklärt wird, dass er sich einer Taschenkontrolle unterziehen muss, da dies Usus ist. Und dann hat er die Wahl, ob er es mitmacht oder nicht.


    Aber muss denn wirklich ein Verdacht vorliegen? Ich denke mal, dies ist alles mit der erzwungenen Kontrolle in Verbindung gebracht. Ich hatte es erst so verstanden, als ob man Taschenkontrollen sowieso NIE ankündigen und durchführen darf.

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  • Mich hat irritiert, dass Hinweise auf Hausordnung oder Schilder rechtlich nicht gelten.


    Ist auch im Falle eines Kaufhauses/Supermarkt und seinen Kunden so.
    Weil diese Regelungen eben als AGB gelten, und jene besonderen gesetzlichen Vorgaben unterliegen.



    Tja, hat ein Betrieb Besucher, dann bekommen die einen Besucherschein oder die Hausordnung ausgehändigt, worin ihm vorab erklärt wird, dass er sich einer Taschenkontrolle unterziehen muss, da dies Usus ist. Und dann hat er die Wahl, ob er es mitmacht oder nicht.


    Hier ist auch ein großer Unterschied zum Supermarkt-Kunden.
    Wenn alles richtig abläuft, dann kann der Besucher die Regeln lesen und erklärt sich damit einverstanden - oder auch nicht.


    Wir hatten das so geregelt, dass auf dem Besucherausweis die Regeln, die den Besucher direkt betreffen, aufgedruckt waren. Wir haben ihn auch noch einmal darauf aufmerksam gemacht und ihm erklärt, dass er sich mit seiner Unterschrift unter dem Text damit einverstanden erklärt.


    Der Kaufhauskunde kann in aller Regel die Geschäftsbedingungen nicht lesen, bevor er die Geschäftsräume betritt.
    Dazu kommt eben das im von Kalle verlinkten Text genannte Problem der AGB im Verhältnis zu einem Verbraucher allgemein... Regelungen, die den Verbraucher (hier Kunden) unangemessen benachteiligen, sind nichtig.


    Der Besucher im Betrieb ist in aller Regel kein Verbraucher im Sinne des Gesetzes, daher greift auch diese konkrete Einschränkung nicht.

  • Also ich kenne das mit den Taschenkontrollen aus der Zeit als Pförtner in div. Supermärkten nur für Mitarbeiter und Besucher ( Vertreter und Lieferranten ) Da gab es bei der einen Firma einen großen roten Kopf, da mußte jeder Mitarbeiter und Besucher beim Verlassen des Marktes drücken. Kam der Klingelton, wurde eine Taschenkontrolle gemacht. Es gab da im Bereich des Personal & Vertreter Einganges eine große Tafel mit dem Hinweis auf die Taschenkontrollen.

    E C Hannover Indians --- 2 Eishokey Bundesliga.


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    -fackel001-


    Am 23. Februar 2011 verstarb unser Freund, Kollege und User Peter plötzlich und unerwartet im Alter von 50 Jahren.


    Egal wo, seinen Platz wird keiner einnehmen können.


  • Ich denke, dass die Rechtslage in beiden Situationen, zum einen als Kunde eines Einklaufscenters, als auch als Arbeiter in einem bewachten Objekt, dieselbe ist. Dem Wachpersonal ist es laut Gesetz nicht gestattet, Durchsuchungen durchzuführen. Und dazu zählen auch sicher auch die Taschenkontrollen.


    Was immer möglich ist, zu fragen, ob derjenige seine Tasche öffnen will, um mal reinzuschauen. Diese Frage darf man übrigens immer stellen, genauso wie die Frage, od der gegenüber seine personalien übergeben möchte. - Beides erfolgt als reine Fragestellung, ohne Androhung von Repressionen und begründet nicht, dass der Gegenüber dazu verpflichtet ist, das über sich ergehen zu lassen.


    Sollte der Gegenüber die Frage verneinen und ein begründeter Verdacht bestehen, dann kann die Polizei hinzu gezogen werden.


    Der Unterschied zwischen Kunden und Mitarbeitern besteht in der Regel darin, dass die Taschenkontrollen durch betriebliche Regelungen für die Mitarbeiter obligatorisch sind. Meistens sind diese Kontrollen auch durch die betriebsrätre abgesegnet, wenn es diese denn am betreffenden Objekt gibt.


    Ich kenne diese Regelung der vZufallskontrollene ebenfalls und weiß, dass die Mitarbeiter durch die geschäftsleitung / Personalabteilung entsprechend informiert und schriftlich belehrt wurden. - Trotzdem hat der Mitarbeiter das Recht, seine Kontrolle zu verweigern. Entsprechende Konsequenzen aus arbeitsrechtlicher Sicht erfolgen dann in der Regel.


  • Meistens sind diese Kontrollen auch durch die betriebsrätre abgesegnet, wenn es diese denn am betreffenden Objekt gibt


    Oh ja, und die können das Ganze bei Beschwerden auch ganz schnell wieder kippen, und du als Wachmann hast entweder nur noch die Hälfte oder gar nichts mehr zu tun... :D


    Erinnere mich an einen Fall, da haben sich Mitarbeiter (in diesem Falle Schlipsträger) über die einmal (!) in der Woche an verschiedenen Tagen stattfindende Taschenkontrolle beschwert. Das dauere ihnen zu lange, weil sie ja ganz dringend nach Hause müssen! (Es bildeten sich immer lange Schlangen, da die Leute ja nicht darauf vorbereitet waren und daher ihre ganzen Rucksäcke und Taschen erst mal mühselig wieder auspacken mussten.) Gemecker und Gemoser natürlich inklusive.


    Zack!, hat der Betriebsrat die ganze Sache sofort EINGESTELLT! (Unglaublich, da wird der Sicherheitsdienst bestellt, weil Ware geklaut wird ohne Ende, aber einer der Möchte-Gern-hohen-Herren ist genervt, weil er 4 Minuten warten muss, und schon ist alles nicht mehr so wichtig)


    Ich habe dadurch lernen müssen, dass oft mit zweierlei Mass gemessen wird. Für manche sind scheinbar nur die Zeitarbeiter die potentiellen Diebe, aber die eigenen MA nicht, und letztlich verursachen aber oft die eigenen MA den richtigen Schaden, immer im Schutze des Scheins.


    TZE! Verrückte Welt!

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