Als Fachkraft wie ein ungelernter verdienen?

Es gibt 93 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von BayerLA.

  • Hallo Liebe Wachleute.de Mitglieder:)


    Kurz mal zu mir: Hab jetzt vorkurzem meine 3 Jährige Ausbildung zum Fachkraft für Schutz und Sicherheit erfolgreich abgeschlossen. Nach langen labereien mit meinem Chef musste ich mich für denn Objektschutz Bereich mit knapp 8 € zufrieden stellen. Doch Laut des BDWS Entgelt Übersicht Tabelle müsste ich als gelernter Fachkraft 12 € und etwas mehr die Stunde verdienen, das Argument meines Personalchefs war das der Kunde nur Sicherheitsdienstmitarbeiter will und keine Fachkräfte für Schutz und Sicherheit.Ich hab einige fragen die ich nicht mir ganz so erklären kann. Das wären.....


    1. Ist das gesetzlich zugelassen das jemand als Fachkraft eingestellt wird, aber nur wie als Separat Wachmann der vill. Nur die 34a Sachkundeprüfung hat ausbezahlt wird?


    2. Könnte es sein das meine Firma mich als Fachkraft beim Kunden Vorstellt, dem entsprechend abkassiert und mich davon nichts wissen lässt?


    3. Kann ich das i-wie rauskriegen was der Kunde für mich an meine Firma ausbezahlt?


    Ich kann es i-wie nicht einsehen dass jemand der NULL Ahnung hat ,bzw. kein Fachkraft ist das selbe Stundenlohn bekommt wie jemand der sich Mühe gegeben hat und 3Jahre lang in dem Job die Ausbildung gemacht hat und am Ende seiner Ausbildung nur das selbe Stundenlohn bekommt wie der ohne ne Ausbildung.Naja würde mich auf jedenfalls freuen wenn Ihr mir da behilflich sein könntet.
    Vielen Dank schon mal im Voraus.


    LG
    SECSPE



    Schriftfarbe geändert. colle

    “In den verdorbensten Staaten gibt es die meisten Gesetze.” – Tacitus




    :thumbsup:

  • Hallo Secspe,


    1. Was steht in Deinem Arbeitsvertrag? FfSS oder Sicherheitsmitarbeiter o.ä.? Das ist massgebend. Wenn nicht explizit Fachkraft für Schutz u. Sicherheit steht, können Sie dich anders bezahlen.


    2. Das könnte sein das sie es als Werbeargument nehmen.


    3. Kannst Du nur erfahren wenn Du entweder beim Kunden oder in deiner Verwaltung Einblick in den Vetrag erhälst was so gut wie unwahrscheinlich ist.


    LG X

    Wissen ist zusammen mit der Liebe das Einzige welches mehr wird wenn man es mit jemanden teilt!
    Wir sehen den selben Himmel, aber haben wir auch den selben Horizont?
    Das Bewustsein bestimmt das Dasein!

  • Hallo und willkommen Secspe,
    wie schon von xflame geschrieben, kommt es auf den Arbeitsvertrag an.
    Das was Du beschreibst werden wahrscheinlich einige kennen.Es ist ärgerlich.... :mecker:
    Was hat man euch, in der Ausbildung über die Bezahlung gesagt?

    Geduld ist das einzige was man verlieren kann ohne es zu besitzen ( G.Chr.Lichtenberg )

  • Zitat

    Was steht in Deinem Arbeitsvertrag? FfSS oder Sicherheitsmitarbeiter o.ä.? Das ist massgebend. Wenn nicht explizit Fachkraft für Schutz u. Sicherheit steht, können Sie dich anders bezahlen.


    Stimmt nur bedingt.


    Es kommt in erster Linie darauf an, was der Auftraggeber bestellt.
    Wenn der keine Fachkraft bestellt, dann gibts nach Tarif auch keine Bezahlung als Fachkraft.

  • badisch_nsl ist schon richtig aber in erster Linie zählt arbeitsrechtlich der Arbeitsvertrag. Steht in ihm daß er als Fachkraft eingestellt ist wird er danach bezahlt unabhängig von de Anforderung der Autraggebers.


    LG X

    Wissen ist zusammen mit der Liebe das Einzige welches mehr wird wenn man es mit jemanden teilt!
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  • Nur wirst du kaum einen solchen Arbeitsvertrag finden. Die Arbeitgeber achten da schon recht genau drauf.


    g`day

    daffi


    _____________________________________________________________________


    Wer mich zur Sau machen will, wird merken, dass ich ein Schwein sein kann...
    ---
    Wir sprechen uns noch...
    _____________________________________________________________________


    VDK ----- Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.

  • Die Bezahlung des Tarifs für die Fachkraft (und auch für die geprüfte Schutz- und Sicherheitskraft) ist nach Tarifvertrag immer daran gekoppelt, dass es einen entsprechenden Auftrag gibt, bei dem diese Qualifikation bestellt wird und er auch dort eingesetzt wird.
    So steht es in jedem Tarifvertrag des Bewachungsgewerbes, egal in welchem Tarifgebiet.


    Selbst wenn im Arbeitsvertrag die Einstellung als Fachkraft geregelt ist, müsste dann schon auch noch die Bezahlung als Fachkraft ebenso darin geregelt sein. Das ist sie in den seltensten Fällen. Mir ist bislang noch nie ein solcher Arbeitsvertrag untergekommen.
    Wenn im Arbeitsvertrag zur Bezahlung z.B. lediglich auf den jeweils gültigen Tarifvertrag Bezug genommen wird, dann wird auch lediglich nach Tarif bezahlt. Und damit wären wir dann wieder an der Stelle, an der der Auftraggeber die Fachkraft bestellen muss, damit der höhere Tarif der Fachkraft auch bezahlt wird.


    Der Arbeitsvertrag, in dem man als Fachkraft eingestellt wird, kann allerdings dann helfen auf eine Fachkraft-Stelle innerhalb des Unternehmens zu kommen.
    Sprich, mehrere Aufträge vorhanden, davon aber nur wenige mit der Bestellung der Fachkraft, dann kann die Fachkraft mit Hilfe ihres Arbeitsvertrages darauf bestehen, bei solch einem Auftrag eingesetzt zu werden (und dadurch dann auch den höheren Tarif zu erhalten).

  • Hallo Secspe,



    so wie dir geht es wohl vielen die im privaten Bewachungsgewerbe
    arbeiten.



    Aber eine erworbene Qualifikation oder eine erlernte
    Ausbildung heißt leider nicht immer automatisch, dass man in einem Unternehmen
    in dem man Arbeitet auch dementsprechend entlohnt wird.



    Maßgebend ist in der Regel immer das was im Arbeitsvertrag
    zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer vereinbart wurde. Vorausgesetzt ist
    natürlich immer, dass die aktuellen Richtlinien des Gesetzgebers eingehalten
    werden.



    Ich kann dir nur den Rat geben, mach mit deinem Chef einen Termin
    aus und sag ihm offen und ehrlich was dein anliegen ist. Ist es ein guter Chef
    wird es dich in naher Zukunft so einsetzten, dass es deinem Ausbildungsstand gerecht
    wird und du somit auch dementsprechend Entlohnt wirst.



    Ansonsten ist es wohl das Beste du suchst dir einen neuen
    Job und bewirbst dich für eine stelle die deinen Vorstellungen von Arbeit und
    Lohn entsprechen.



    Bezüglich deiner Bemerkungen (nach punkt 3) möchte ich aber
    noch gerne zum Schluss etwas hinzufügen.



    Ich denke nicht, dass jemand wie du schreibst „NULL AHNUNG“
    hat, nur weil er keine Fachkraft oder eine 3 Jährige Ausbildung zur Fachkraft für Schutz und Sicherheit hat.
    Ich habe in meinem Berufsleben sehr viele Menschen im privaten
    Bewachungsgewerbe kennengelernt die nur eine Mindestanforderung (§34a) hatten,
    die Ihre zugeteilten Aufgaben aber sehr gut durchgeführt haben.



    Aber nichts für ungut, ich hoffe ich konnte dir ein wenig
    helfen und wünsche dir viel Erfolg in deinem weiteren Berufsleben.



    Gruße Blue-Bull :thumbup:

  • Mich würde mal interessieren warum der Kunde eine Fachkraft bestellen soll, die ja offensichtlich etwas teurer ist? Welche Vorteile ergeben sich dadurch für ihn?


    "Wo kämen wir hin, wenn jeder sagte, wo kämen wir hin,und keiner ginge, um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen."
    Kurt Marti

  • Mich würde mal interessieren warum der Kunde eine Fachkraft bestellen soll, die ja offensichtlich etwas teurer ist? Welche Vorteile ergeben sich dadurch für ihn?




    cdn94



    Hallo,


    es gibt einige Einsatzbereiche wie zum Beispiel Kernkraftwerke,
    Rüstungsunternehmen usw. da wo schon fachliches Wissen gefragt ist und einen
    gewissen Ausbildungsstand erfordert.



    Grüße Blue-Bull

  • Dies mal außen vor gelassen. Gerade bei KKW´s gibt es ja noch eine spezielle Schulung. Voraussetzung ist da aber die Fachkraft nicht oder?


    "Wo kämen wir hin, wenn jeder sagte, wo kämen wir hin,und keiner ginge, um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen."
    Kurt Marti

  • Oftmals geht es bei den Anforderungen an den Sicherheitsmitarbeiter nicht darum, was der Auftraggeber bestellen will, sondern was ihm die Versicherung für Auflagen erteilt.
    Die hat der Auftraggeber dann einzuhalten, um den Versicherungsschutz nicht zu verlieren, und Ansprüche geltend machen zu können, wenn ein Fall eintritt.

  • Na ja ich frage nur, da es dieses Berufsbild noch nicht so lange gibt.


    Meine Fragestellungen bezog sich auch nicht gerade für diesen speziellen Fall.
    Ich meinte generell gesehen.


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    Kurt Marti

  • So weit ich weis ist großteil im Werkschutz (ob Chemieoder sonstiges) auch anforderung IHK Werkschutzfachkraft oder Fachkraft für Schutz und Sicherheit

  • Hallo KOLLEGEN:)


    vielen Dank für eure Antworten und bemühungen.





    xflame


    Also in meinem Arbeitsvertrag steht Sicherheitsdienstmitarbeiter. Also kann ich
    davon ausgehen dass ich die Ausbildung 3 Jahre lang umsonst gemacht hab, wenn
    ich am Ende sowieso, das selbe
    Stundenlohn bekommen soll. Was für ein Schei...System ist das den hallo??:)






    @ Blue Bull


    danke, hast Recht. Also es gibt wirklich Menschen die seit Jahren diesen Job
    ausüben und auch Ahnung haben, doch ich kann nur von meinem bisherigen
    erfahrungen berichten. Und kann nur so viel dazu sagen; 80 % der SMA die ich
    bis jetzt gesehen hab sind durch im kopf...und 10 % sind i-welche Opfer die es
    nicht leiden können wenn jemand mehr kann als wie sie...:)


    klar gibt es auch normale SMA die als Kollege in Ordnung sind, oder auch als
    Mensch total korrekt sind:) doch leider ist das nicht immer der Fall.






    Leute bin grad sowas von Aufgeregt das kann ich euch nicht beschreiben.


    Hab 3 Jahre lang für sehr wenig Geld Genau so viel Stunden gearbeitet und
    bekomme als Belohnung für die Abgeschlossene Berufsausbildung so ne Scheiß.
    Werde ein leztes mal mit meinem Chef reden, und falls der nicht einsichtig sein
    sollte dass es nicht so weiter geht. Kann der sich sein Arbeitsvertrag sonst wo
    reinschieben...:)


    Geh doch nicht für das Geld arbeiten, da kann ich auch gut zuhause sitzen und
    von der Stütze leben.


    (so das musste jetzt raus ...:) )




    1.)


    Ich bin ja im Objektschutz Bereich tätig. Und leider als
    Sicherheitsdienstmitarbeiter angestellt Obwohl ich ja die Fachkraft Ausbildung
    hab. Könnte ich denn z.b i-eine Tätigkeit die vom Kunden erwünscht wird
    ablehnen bzw. nicht machen da weil das nicht in das tätigkeitsrahmen der Sicherheitsdienstmitarbeiter
    passt, sondern mehr was für Fachkräfte ist?




    2.)Was bzw. welche Sachen im Bereich des Objektschutzes unterscheiden denn
    Sicherheitsdienstmitarbeiter vom Fachkraft für Schutz und Sicherheit?




    LG


    Euer neues Mitglied


    SecSpe:)

    “In den verdorbensten Staaten gibt es die meisten Gesetze.” – Tacitus




    :thumbsup:

  • Mich würde mal interessieren warum der Kunde eine Fachkraft bestellen soll, die ja offensichtlich etwas teurer ist? Welche Vorteile ergeben sich dadurch für ihn?



    Hallo,


    Wenn wir mal die Mehrkosten die für den Kunden anfallen
    weglassen, sehe ich nur Vorteile.



    Egal ob der Kunde nun eine IHK-gepr. Werkschutzfachkraft, eine geprüfte Schutz-
    und Sicherheitskraft
    oder eine Fachkraft
    für Schutz- und Sicherheit bestellt oder bekommt, jede einzelne Fachkraft kann
    sein erlerntes wissen vorweisen und trägt somit in der Regel zu mehr Qualität
    der durchzuführende Arbeit bei.



    Einen weiteren Vorteil
    sehe ich darin, dass Fachkräfte dem Kunden gegenüber in Beratender Funktion zur
    Verfügung stehen können.



    Es gibt sicher noch
    einige Vorteile die hier aufgelistet werden könnten, aber es darf nicht
    vergessen werden, dass auch die Mitarbeiter die nur den „§34a“ vorweisen können
    ihre Berechtigung im privaten Bewachungsgewerbe haben.



    Grüße Blue-Bull




    Mich würde mal interessieren warum der Kunde eine Fachkraft bestellen soll, die ja offensichtlich etwas teurer ist? Welche Vorteile ergeben sich dadurch für ihn?

  • Zitat

    Also in meinem Arbeitsvertrag steht Sicherheitsdienstmitarbeiter. Also kann ich
    davon ausgehen dass ich die Ausbildung 3 Jahre lang umsonst gemacht hab, wenn
    ich am Ende sowieso, das selbe
    Stundenlohn bekommen soll. Was für ein Schei...System ist das den hallo??


    Die Tarifverträge und deren Inhalt sollten bekannt sein... bzw. darüber kann man sich jederzeit informieren. Auch vor einer Ausbildung oder vor Arbeitsaufnahme.


    Und wie bereits gesagt, nach allen Tarifverträgen, die es für das Bewachungsgewerbe gibt, gilt:
    Zahlung Tarif für Fachkraft nur dann wenn


    - der Mitarbeiter diese Qualifikation besitzt
    und
    - der Auftraggeber diese Qualifikation fordert.


    Du kannst also durchaus mehr verdienen als der normale 34a-Mann. Nur musst du dafür eine Stelle bekommen, für die der Auftraggeber deine Qualifikation bestellt hat.
    Die erfolgreich abgeschlossene Ausbildung alleine reicht nicht, um den höheren Lohn zu bekommen.

  • Mich würde mal interessieren warum der Kunde eine Fachkraft bestellen soll, die ja offensichtlich etwas teurer ist? Welche Vorteile ergeben sich dadurch für ihn?


    Also ich hab es einge male erlebt wo der Kunde bzw. der Mitarbeiter der für uns zuständig ist i-was mit Fahrzeugkontrolle gefragt hat....und der kollege mit dem 34a prüfung wollte zwar aber konnte nicht ganz so behilflich sein:)




    Fullqoutes entfernt, Zitatfunktion korrigiert kal

    “In den verdorbensten Staaten gibt es die meisten Gesetze.” – Tacitus




    :thumbsup:

  • Hallo Secspe,



    Ich kann deinen Frust und deine Enttäuschung sehr gut
    nachvollziehen.



    Da macht man eine 3 jährige Ausbildung und bemüht sich alles
    so gut wie möglich zu machen um eben nach Abschluss der Ausbildung endlich mal einen
    vernünftigen Job zu bekommen und auch etwas mehr Geld zu verdienen.



    Dann ist man endlich am Ziel und merkt, dass man nur ausgenutzt
    und verarscht wird.



    Glaube mir, ich habe schon sehr viele junge Menschen wie
    dich kennen gelernt, die genau dasselbe wie du erleben mussten.



    Ich denke, dass ich schon so einigen den Rücken stärken und
    ihnen etwas Mut machen konnte.



    Aber es ist halt immer etwas schwierig, und mit den sogenannten
    guten Ratschlägen sollte man auch immer etwas vorsichtig sein.



    Mein Rat ist, wenn dein jetziger Chef nichts für dich tun
    kann oder will, dann sei bitte nicht so dumm und haue ihm deine Kündigung vor
    die Füße.



    Versuche immer deinen Chef gegenüber ruhig und sachlich zu bleiben.



    Erst wenn du einen Job gefunden hast der deinen Erwartungen
    und deinen Gehaltsvorstellungen entspricht kannst du kündigen.



    Aber sei dir bei der Suche bewusst, dass du wahrscheinlich
    nie zu 100% das finden wirst was du möchtest.



    Also versuch also vorher eben Prioritäten zu setzten um dir
    deine Meinung zu bilden die du dann durchsetzen möchtest.



    Erst überlegen und dann handeln.



    Ich hoffe und wünsche dir noch viel Erfolg in deinem Leben.



    Also vielleicht bis bald, man schreibt sich wider.



    Grüße Blue-Bull :thumbsup: