Frei verkäufliche Waffen im Dienst

Es gibt 24 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Trainman.

  • In einigen Katalogen fand ich zu explizit DIESEM Modell den Eintrag: Abgabe nur an Behörden, Inhaber WBK und Jagdscheinbesitzer.


    Abgesehen davon, dass es sinnvoll ist den Umgang mit der Waffe zu erlernen, muss man bei DIESEM Modell extra Scheine machen, besitzen, spezielles Training absolvieren, wenn ja, wo bekommt ein sich Fortbildender Mensch die entsprechenden Scheine (Unterricht bzw Training) her oder ist es schlicht eine Info-Lücke in einem alten 09/10- Katalog?


    Eine rechtliche Verpflichtung für irgendeinen Schein für diesen Schlagstock gibt es nicht und gab es noch nie.
    Diese Regelung ist einzig und alleine eine Verkaufsbedingung des Händlers bzw. Herstellers - mehr nicht.

  • Mjoa, grundsätzlich stimme ich Dir in sofern zu, habe halt meist die Erfahrung gemacht, besonders was Schutzausrüstung angeht, haben viele AG nicht unbedingt den Durchblick. Revolver denen beim laden die Trommel herausfällt, Leute, die Haushaltsgummis um ihre Waffen machen, damit diese nicht aus dem Holster fallen beim laufen, Schutzwesten mit Löchern in den Platten^^


    Zudem besitzt man diese Waffen ja auch dann selbst, in erster Linie auch zum Training, wer rastet, der rostet. Man schafft sich dafür z.b. auch Trainingsmesser und Trainingspistolen an. Und kommt es zu dem Fall, dass ein Auftrag das führen bzw mitführen gewisser Dinge erlaubt oder vorschreibt, ist man meist besser dran, hat man eigene Sachen. Statt ausgehändigter Schuhe mit Stahlkappe z.b. Einsatzstiefel (Man steht ja teils doch 12 Std, zudem wird vor Gericht daraus schnell eine gefährliche Körperverletzung, falls Leute übertreiben), Schnitt-/Stichhemmende Handschuhe ( Der AG gibt einem keine), Handschellen ( Und ja, wenn jemand droht mich zu töten und keinen Ausweis hat wird er halt auffem Hof angepflockt, bis die Kavellerie eintrifft ;)


    Bei aller ausrüsterei gilt für mich aber stehts Selbstschutz vor Bewaffnung,möchte meine Kollegen aber halt auch immer gern auf dem laufenden Halten und auch rechtlich bis ins kleinste informieren.


    Gibt ja doch immer mal das ein oder andere Missverständnis, dass es aus dem Weg zu räumen gilt.


    Danke auch Dir Badisch, für die schnelle Antwort


    Freue mich auf jeden Fall über weitere Antworten und ggf Hilfestellungen zum Thema

    "Lieber 3x Salz in die Wunde als 1x Zucker in den Arsch." (Trainman 2009) ;)

  • Und kommt es zu dem Fall, dass ein Auftrag das führen bzw mitführen gewisser Dinge erlaubt oder vorschreibt, ist man meist besser dran, hat man eigene Sachen.


    Zum Einen ist es so, dass der Arbeitgeber dafür verantwortlich ist, seine Leute entsprechend auszurüsten, Dafür wird er auch durch den Auftraggeber bezahlt. Du wirst Dir ja sicher auch nicht Deine eigene Uniform kaufen wollen, oder? Wenn die Ausrüstung nicht den Erforderniossen entspricht, dann sollte man sich nicht scheuen, auch mal den Mund aufzumachen. Gute Unterstützung bietet dabei der Betriebsrat, aber auch die Berufsgenossenschaft. - Das mal allgemein zur Ausrüstung.


    Waffen, egal ob freiverkäuflich oder mit EWB werden nur getragen, wenn es der Arbeitgeber anweist. Ist zumindest bei uns so, hab ich aber auch irgendwo schon mal in den Vorschriften der BG gefunden - badisch_nsl wirds sicher wissen wo, ich müsste erst nachschlagen.
    Ich würde persönlich jeden meiner Mitarbeiter beieite nehmen, wenn er selbst aufgerüstet zum Dienst erscheint. Den letzten "Fall" hatte ich vor fast einem viertel Jahr, da tauchte auf einmal ein Kollege an einem neuen Objekt, wo er als Empfang arbeiten sollte, anstatt im Anzug und mit einem Lächeln auf dem Gesicht, im Kampfanzug, mit Handfesseln, Schlagstöcken, Messer und Schlagring auf. Konnte ich gerade noch wegfangen, bevor ihn der Kunde zu sehen bekam. War eine kurze aber heftige Diskussion und ich habe seitdem einen "Freund" mehr. ;)
    Aber so spielt dann manchmal das Leben. Den Auftrag wären wir in seinem Aufzug los gewesen und hätten uns sicher selbst strafbar gemacht, ihn in dem genannten Aufzug Dienst machen zu lassen, indem wir seine Ausrüstung duldeten.

  • Naja, zum Thema "Mund aufmachen", ... hatte jetzt in 4 Monaten 11 neue Kollegen. In einem Job, bei dem man seinen Kollegen kennen und Ihm vertrauen muss, eine extreme Rate ( meine persönliche Meinung) zudem ging es da allein schon mal um die rudimentärsten Sachen (Uniform, Ausweis, sonstige Ausrüstung, etc)


    1-Jahres-Verträge mit einem halben Jahr Probezeit machen es in Deutschland ja Gott sei Dank möglich.


    Wenn man seinen Chef unterstützen kann, indem man zu dem gestellten Material evtl etwas besseres stellen kann, warum nicht. (Natürlich mit seiner Freigabe)


    Zu dem Fall wo der Bock zum Gärtner wurde: Denke mal, in der Auftragsbeschreibung wurden glaub ich 1-2 Punkte leicht falsch verstanden. Für einen Pförtner-Job sind wohl auch Handfesseln übertrieben, mal ganz davon abgesehen, dass man öffentlich nicht unbedingt mit einem Schlagring rumhantieren sollte *schiel* Gut, es sei denn die Lobby befand sich in Mogadishu jubel01


    Gut zu hören, dass Du da aber intervenieren konntest, bevor schlimmeres geschehen ist, so soll es ja auch sein.


    Für meinen Teil, habe ich zum Beispiel immer meine Handschuhe dabei, Stufe 5, schlichtes Lederhandschuh-Design. Ist nicht nur Kompatibel mit allen UBKs und auch Anzügen, sondern geben sich auch dezent.


    Denke, dass kann jeder verstehen, der schonmal Scherben, Spritzen etc aus Notausgängen bzw Fluchtwegen Räumen musste, oder plötzlich trotz einer lockeren Auftragsbeschreibung vor einem zugedröhnten Aggressor stand.


    Nicht nur Condome schützen :thumbsup:


    Gruß

    "Lieber 3x Salz in die Wunde als 1x Zucker in den Arsch." (Trainman 2009) ;)