Beiträge von badisch_nsl

    Da ist er wieder, der Teufelskreis... die Gewerkschaft soll erst mal, bevor...
    Problem: Die Gewerkschaft kann nicht, bevor...



    Aber egal: Einsicht in die Tarifverträge nehmen? Einfachste Sache der Welt. Sofern für Dein Beschäftigungsverhältnis der entsprechende Lohntarifvertrag, der entsprechende Manteltarifvertrag und/oder der Mantelrahmentarifvertrag zur Anwendung kommt, muss Dein Arbeitgeber diese Tarifverträge zur Einsichtnahme durch die Beschäftigten zur Verfügung stellen. Gesetzliche Verpflichtung.


    Man bekommt die Tarifverträge aber auch gegen Bezahlung der entstehenden Kosten bei der Gewerkschaft oder dem Arbeitgeberverband. Wenn es sich um einen TV mit AVE handelt, und man durch diese AVE nun auch tarifgebunden ist, sind die Tarifparteien auch gesetzlich zur Herausgabe (eben gegen Zahlung der entstehenden Kosten) verpflichtet.

    Die Bezahlung als Arbeitszeit ist nicht ausschlaggebend für den Versicherungsfall.


    Die Weihnachtsfeier der Firma wäre z.B. auch keine bezahlte Arbeitszeit, ein Unfall dort könnte aber dennoch ein Arbeitsunfall sein...


    Da das Schiesstraining auch per BG vorgeschrieben ist, ist jenes von der Firma veranstaltet selbstverständlich auch eine versicherte Tätigkeit.

    ...mal sehen ob jetzt tatsächlich SÜ`s für alle Wachleute durchgeführt werden. Oder ob das ganze wieder im Sande verläuft.


    SÜ steht nach aktueller Begrifflichkeit für die Sicherheitsüberprüfung nach dem SÜG - Sicherheitsüberprüfungsgesetz.


    Die wird es mit an ziemlicher Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht geben.
    Wenn die Behörden einfach nur das machen, was die GewO und die BewachV bereits vorgeben: Das reicht. Vielleicht dazu noch das, was die BewachV ermöglicht (bei bestimmten Bewachungen die Nachfrage beim Verfassungsschutz über Erkenntnisse zur Person), dann reicht es völlig.
    Man muss es nur tun.


    und JA schafft die Unterrichtungsverfahren ab !!!! Sachkundepflicht für alle SMA!!Das würde die geizistgeil -Fraktion der Auftraggeber auch gleich ausbremsen... :thumbup:


    Warum sollte es? Die sachkundegeprüften Sicherheitsmitarbeiter haben nicht 1 Cent mehr Tariflohn als der lediglich unterrichtete Sicherheitsmitarbeiter.
    Die meisten Kunden unserer Branche kennen unsere Tarife sehr gut, also werden sie auch nicht höhere Stundensätze für sachkundegeprüfte Sicherheirsmitarbeiter zahlen...

    Fump, man muss tatsächlich unterscheiden:
    Zwischen dem, was gesetzlich zulässig bzw. möglich ist,
    und dem, was heute Realität in der Praxis ist.


    Auch bei uns finden sich kaum noch Auftraggeber, die sich nur mit der Unterrichtung zufrieden geben. Wir haben daher auch keine Mitarbeiter mehr, die nur die Unterrichtung haben - obwohl wir hauptsächlich in Bereichen arbeiten, für die die SKP gesetzlich nicht gefordert wäre.


    Auch wenn vom Gesetzgeber die SKP in nur wenigen Teilbereichen des Bewachungsgewerbes gefordert wird, sind unsere Auftraggeber da schon viel weiter und fordern sie trotzdem.


    Eigentlich eine Entwicklung in die richtige Richtung - wenn sie nicht nur regional stattfindet, wie bisher von mir angenommen.

    Auch da: Kommt drauf an...


    Du kannst hier keine pauschale Aussage treffen, die immer passt.
    Wenn ein entschlossener Täter mit vorgehaltener Schusswaffe vor mir steht, ist der immer im Vorteil. Der muss nur den Finger krümmen - ich noch ziehen. Wer dürfte da in der Regel schneller sein?


    Die Hand an der geholsterten Waffe kann in bestimmten Lagen durchaus auch kontraproduktiv sein, in anderen eben wieder von Vorteil.

    Eben, BayerLA, so sehe ich das auch.


    Selbst die Hand am Griffstück der geholsterten Waffe um sie im Fall des Falles wirklich schnell ziehen zu können wäre nicht verboten.


    Ob es überall Sinn macht steht auf einem anderen Blatt. Es gibt generell Lagen, da geht man so gut wie immer als 2. Sieger vom Feld. Und nicht selten bedeutet das dann, dass man in einem geschlossenen Behältnis vom Feld getragen wird...

    ...die einen Einzelunternehmer einstellen...


    Was verstehst Du unter einem Einzelunternehmer?
    Das 1-Mann-Unternehmen oder die weit verbreitete Unternehmensform?


    Zumindest mir kommt bei diesem Begriff sofort die Unternehmensform in den Sinn. Und da muss ich sagen, dass es sehr viele Einzelunternehmungen mit einer stattlichen Mitarbeiterzahl gibt...

    Vom Arbeitgeber... §8 des Tarifvertragsgesetzes verpflichtet ihn dazu.


    Im Tarifvertrag steht aber lange nicht alles. Da kommt noch so manches dazu, was nicht in den Tarifen geregelt ist.

    Klar, Standard in vielen Fällen. Leider.


    Um so wichtiger, wenn auch Gesetze mal eingehalten werden. Zumindest so, wie es auch möglich ist.
    Pause wäre zwar auch vorgeschrieben, aber ich sehe ja ein, dass dies ganz einfach nicht überall einfach so umzusetzen ist.

    Ich habe jetzt meinen grossen Chef gefragt was das soll mit dem 8. Mann. Er sagt das wir unterbesetzt sind.


    Vielleicht sieht der Chef die Unterbesetzung darin, dass ihr zu siebt (also ohne den 8. Mann) einfach keinen gesetzeskonformen Dienstplan hinbekommt.
    Man bedenke: Das ArbZG macht schon viele Zugeständnisse, die durch Tarifverträge möglich sind. Manche Dinge sind aber unabdingbar, so z.B. die Sonntagsruhe (15 pro Jahr mindestens frei - vollständig, 00:00 bis 24:00 - und wenn sonntags gearbeitet wird brauchts einen Ersatzruhetag. Der Ersatzruhetag ist in Verbindung mit der Ruhezeit zu geben, also reden wir da von einem vorgeschriebenen Frei-Zeitraum von mindestens 35 Stunden). Alleine dadurch kann es tatsächlich nötig sein, 1 oder 2 zusätzliche Mitarbeiter einzustellen, um das alles hinzubekommen.


    Das ArbZG ist auch keine "KANN"-Veranstaltung, der Arbeitgeber ist daran gebunden und hat es einzuhalten bzw. umzusetzen. Schon schlimm genug, dass es vielerorts keine Pausen wie vorgeschrieben gibt.

    Also: Zunächst macht es keinen Unterschied in der Anzahl der Urlaubstagen ob nun in 12h-Schichten oder in 8h-Schichten gearbeitet wird.


    Die Frage der Anzahl der einem zustehenden Urlaubstagen lässt sich in der Regel mit einem Blick zunächst in den Arbeitsvertrag, und wenn dort nichts steht (oder nur einen Verweis auf den TV) eben im Tarifvertrag.


    Weniger Urlaub als im Bundesurlaubsgesetz geregelt geht nicht, mehr immer.
    Der gesetzliche Urlaub beträgt in Deutschland bundesweit 24 Tage - allerdings auf die 6-Tage-Woche gerechnet.
    Es sind also 4 Wochen, und bei einer 5-Tage-Woche wären das dann 20 Tage.


    Für Mecklenburg-Vorpommern gibt es im Tarifvertrag keine vom BUrlG abweichende Regelung in den ersten 4 Beschäftigungsjahren.


    Es ist nicht einfach, doch aufgeben ist keine Option :)


    Sehe ich auch so. Auch wenn sich die Diskussionen mit immer den gleichen Argumenten wiederholt. Hast einen überzeugt, lugt der nächste mit den gleichen Argumenten gegen die Gewerkschaft um die Ecke.


    Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen. Aber wenn jeder von den Gewerkschaftsmitgliedern ähnlich verfährt und selbst versucht, weitere Mitglieder zu werben, wird es irgendwann mit der notwendigen Organisationsrate klappen.

    Ich sag mal so: Spätestens wenn der Chef die Differenz zu den tariflich/vertraglich garantierten Mindeststunden zahlen darf, und das dann auch für mehrere Mitarbeiter, wird er sicher hellhörig werden...


    Für die Mitarbeiter: Sicher nicht schön, wenn man laufend 190 Stunden hatte und auf einmal nur die Mindeststundenzahl von 173 (beispielhaft) hat,


    Andererseits: 150 Stunden tatsächlich arbeiten, aber 173 bezahlt bekommen ist auch nicht übel.

    Generell gibt's wenig Ansatzpunkte. Die Dienstplanung fällt ins Direktionsrecht des Arbeitgebers und solange die tariflichen (falls Tarifbindung besteht) oder vertraglichen (siehe BayerLA) Mindeststunden gegeben (oder eben bezahlt, wenn die Planung weniger Stunden hergibt) werden...


    Aber: Gibt es einen Betriebsrat?
    Dienstpläne sind mitbestimmungspflichtig, und wenn dem BR eine Ungleichbehandlung zwischen einzelnen Mitarbeitern auffällt, kann er da durchaus intervenieren - nicht aber dafür sorgen, dass alle Mitarbeiter mehr Stunden haben als tariflich oder vertraglich mindestens vorgesehen.

    Definiere "Schusswaffengebrauch" oder "rechtswidrig verletzt".


    Für mich beinhaltet beides das willentliche Nutzen der Schusswaffe.
    Das ist (oder sollte zumindest) eigentlich nicht das grösste Problem, denn da hilft die beste Ausbildung oder Eignungsprüfung nur bedingt.


    Problematisch sind vielmehr die Unfälle, die durch unsachgemässe Handhabung geschehen.
    Und doch, da sind mir durchaus einige Fälle präsent, in denen auch im privaten Sicherheitsdienst ein Schuss erfolgte - Gott sei Dank ohne grössere Verletzungen (vom Knalltrauma mal abgesehen).
    Aber aus Sicht der Arbeitssicherheit sind auch Beinahe-Unfälle interessant und wichtig, sie zu dokumentieren. Um daraus Masnahmen abzuleiten, die helfen weitere Gefährdungen zu minimieren.

    Naja, von Haus aus kann das unsere Software auch nicht. Sie bietet aber die notwendigen Grundlagen, um das System entsprechend zu konfigurieren.
    Ist wie gesagt eine etwas längere Geschichte, um es hier genau darzulegen bräuchte ich doch einige Zeit länger. War ja nur die Kurzfassung.


    Ich gehe davon aus, dass eine ähnliche Vorgehensweise mit den meisten der am Markt befindlichen Leitstellensoftware möglich ist. Die Software bietet oft nur das Grundgerüst, was daraus gemacht wird entscheidet der Betreiber der Leitstelle.


    Unsere Software findest Du hier:
    www.pfau.de


    An das Personal der Leitstelle:


    Wie erleichtert ihr euch den Überblick über die eingesetzten MAs?
    Welche Systeme nutzt ihr?


    Was erschwert oder erleichtert euch die Arbeit?


    Überblick über eingesetztes Personal? Geht über die Leitstellensoftware, über die auch die Alarm- und Störmeldungen abgewickelt werden.


    Um das genauer zu beschreiben bräuchte ich wohl mehr als ein paar Zeilen.
    Kurzfassung: Im System sind Objekte samt Dienstzeiten hinterlegt. Der MA auf dem Objekt hat sich in der NSL anzumelden, der Zentralist gibt den Namen des MA ins System im entsprechenden Objekt ein (ein entsprechendes Abfragefenster erfolgt automatisch zu vorgegebenen Zeiten -> Dienstzeiten im Objekt)
    Weiterhin sind im System Meldezeiten hinterlegt, Anruf vom MA auf dem Objekt wird vom System erkannt. Bleibt eine Meldung aus, bekommt der Zentralist das auf den Schirm und muss was tun.
    Der Zentralist hat auch jederzeit die Möglichkeit, sich per einfachem Klick eine Liste der aktuell angemeldeten (also im Dienst befindlichen) Mitarbeiter anzeigen zu lassen. Samt Objekt und Erreichbarkeit.


    In naher Zukunft werde ich auch die Dienstpläne der Objekte mit dem Leitstellensystem verknüpfen. Dann muss der Zentralist gar nichts mehr eingeben, das System erkennt den Anruf vom Objekt und ordnet automatisch den SMA laut Dienstplan dem Objekt zu.



    Arbeit erschweren/erleichtern:
    Eine gute Leitstellensoftware erleichtert die Arbeit ungemein. Ich kenne noch die Zeiten, in denen man an der ÜZ die Papierrolle ausgelesen hat und eine Akte herauszog, um die entsprechenden Massnahmen einzuleiten.


    Eine schlechte Leitstellensoftware (oder eine gute, die nicht ordentlich konfiguiert ist) erschwert die Arbeit hingegen.