Beiträge von Wächter

    Bravo!


    Nur, ich habe es alltäglich auch mit Neonazis zu tun.
    Und: Diese befinden sich teils in hohem Ansehen, zumal auch Behörden wie z.B. der Verfassungsschutz regelmäßig über "keine Erkenntnisse" zu verfügen geruhen. Bei der LH MÜnchen beispielsweise muss man zwar als externer Wachmann ein Formular unterschreiben, wonach man an die Lehren des L. Ron Hubbard nicht glaubt und mit Scientology nichts zu tun hat, darf aber durchaus NPD-Mitglied sein. In einem Landratsamt ist der für die Waffen-Sachkundeprüfung Beauftragte sogar Inhaber eines Hitler-Devotionalenkabinetts, in dem er seine NS Orden und Ehrenzeichen, Hitler-Prosecco (!) u.s.w. ausstellt und den Berufsnachwuchs dort über die "auch guten Seiten Hitlers" aufklärt...


    Pikanterie am Rande: Wachleute werden auch für die Bewachung von öfftl. Gebäuden eingesetzt, deren Namensträger NS-Kriegsverbrecher waren. Einer meiner ehemaligen Dienstvorsetzten war braun bis auf die Knochen und führendes Mitglied in einem NS-angehauchten BW-Reservistenverein.
    Es ist auch möglich, dass ein NS-Kriegsverbrecher Namensträger eines Gymnasiums werden konnte und von der politischen Prominenz entschieden verteidigt wird. Jungen Menschen wird dort auch nazistsiches Gedankengut eingeflößt unter dem Zeichen höherer Bildung...

    @Schüler
    Bei dem zitieren großen Kaufhaus handelt es sich wohl um die Filiale jenes Warenhauskonzerns, dessen Vorstand bereits vor Jahren sehr mutig eine Statistik veröffentlichte. Demnach wurde als Ursachen für Inventurdifferenzen in jahrelanger Praxis ermittelt, dass etwa je 1/3 auf Schlampereien in der Bestandsführung einschl. EDV-Fehler zurückzuführen ist, eines auf Mitarbeiter-Diebstahl und eines auf Kundendiebstahl.


    Das im Zeitungsbericht erwähnte Multi-Mediageschäft dürfte ich auch kennen. Die Filialleitung war sehr vom Aushilfs-Detektiv angetan, der sich in Näher der Kasse postierte und damit mutmaßlichen Möchtegern-Dieben den Entschluss zum Bezahlen der Ware "erleichterte". Stellt doch derart bezahlte Ware realen Umsatz dar, während beschlagnahmtes Diebesgut wieder unverkauft einsortiert wird. Gar nicht einverstanden damit war hingegen der beauftragte "Sicherheits" - Unternehmer, der lieber mit möglichst hohen Fangprämiern, sprich "Bearbeitungsgebühren" geglänzt hätte. Vielleicht gibt es doch noch eine Entwicklung zurück in Richtung Direkteinstellung von Sicherheitspersonal durch die Warenhäuser anstelle Beauftragung von "Sicherheits"-Unternehmern dazu mit ihren Ketten an Sub-Unternehmern und illegalen Personalüberlassern. Und: Vorbeugender Diebstahlschutz ist besser als das Provozieren (!) und Aufdecken von Diebstählen.

    Mal eine Frage an die Fachleute:
    Wie locker darf ein Ladendetektiv eigentlich sein, wie sehr kann man als Nicht-Beißer gegen das Arbeitsrecht verstoßen?


    Fall-1: Bei Beobachtung von Kunden, die sich offenbar an den Kassen vorbei mogeln wollten, wurden diese freundlich zum vorherigen Bezahlen aufgefordert. Dadurch entgingen dem Unternehmer Ergreiferprämien. Es wurde ausdrücklich untersagt, solche Kunden aufmerksam zu machen. Vielmehr mussten sie verdeckt beabachtet werden und nach dem Passieren des Kassenbereichs bei Nichtbezahlen angezeigt. Diebstahls-Vorbeugung ist dienstlich (auch arbeitsrechtlich?) untersagt. Das Abkassieren der Greiferprämie (100€ pro Fall) ist angesagt.


    Fall-2: Während großen Gedränges vor nur 4 besetzten Kassen gab es Streit und einigen Tumult unter den wartenden Kunden. Jeder 7. Kunde musste nach dem Passieren seiner Kassa angehalten und auf Diebesware untersucht werden, auch ohne Tatverdacht und ohne Ansehen der Person. Einer dieser (seriös erscheinenden) Kunden hatte unter ca. 25 bezahlten Positionen noch 5 weitere unbezahlte bei sich in der Einkaufstasche. Er redete sich auf dieses Gedränge an den Kassen aus und behauptete, "übersehen zu haben, alle Waren auf das Band zu legen". Er wurde daraufhin vom Ladendetektivv nicht angezeigt und laufen gelassen. Auch dieses Verhalten ergab wiederum einen Anschiss und die Androhung einer fristlosen Kündigung im Wiederholungsfall.


    Analog dazu finde ich eine Dienstanordnung an Prospekteverteiler.
    Diese (meist Schüler) müssen bei Androhung sonstiger Kündigung alle Aufschriften auf Hausbriefkästen über Werbeverbot missachten und ihren Werbemüll, meist von Fastfood/Pizza-Ketten in jeden Briefkästen stecken. Ist er bereits voll, ist dies mit Gewealt zu versuchen. Ein Kontrollor ist hinterher unterwegs und achtet auf Einhaltung der Anordnung. Im geschilderten Fall-1 kontroliert der Sicherheitsunternehmer seine Erfüllungsgehilfen, frägt diese mindestens jede Stund ab, wie viele "Diebe gefangen" wurden und konzentriert sich auf die fette Greiferprämie.

    Wie nur kann man immer auf dieses substanzlose Polit-Geschwätz reinfallen?
    Bei Ver.di lügt man noch immer, dass sich die Balken biegen und paktiert weiterhin mit der Zeitarbeitsbranche, in die immer mehr "Sicherheitsfirmen" wechseln.


    Referenznummer 10000-1068893030-S in der BA-Jobbörse lässt z.B. erkennen, dass man sich nicht einmal scheut, in Stellenausschreibungen dreist von Tariflohn daher zu lügen mit Stundensätzen, die jenseits von gut und böse sind. Und das mit Duldung nicht nur der BA, sondern auch der FKS, der DRV, der Gewerkschaften und den einschlägigen Ausbeuter-Verbänden.


    Es gibt bei öfftl. Auftraggebern auch keine Anforderung der "Tariftreue" mehr von ihren Sklavenhändlern. Je billiger, desto bessser. Daher werden auch immer mehr zu Ost-Tarif eingestellte Leihsklaven in München eingesetzt, trotz des "allgemeinverbindlichen" LTV. Es gibt sogar BA-Stellenausschreibungen, die zwingend "ostdeutsche" Kandidaten für Jobs in Bayern fordern. Folgerichtig ist weiterhin auch nicht vorgesehen, das Wach- und Sicherheitsgewerbe in die Gruppe jener Branchen einzugliedern, die der Sofortmeldepflicht zur Sozialversicherung nachkommen müssen. Es geht dabei noch schlimmer zu als im Reinigungsgewerbe (wobei vielfach ohnedies alles in einer Ausbeuter-Hand ist und Auszeichnungen des StMWi wie "Bayerns Best 50" illegal auch im Sicherheitsgewerbe geführt werden). Daran ändern auch nichts die gekauften TÜV-Plaketten...

    "Den Sozialabbau haben sich vor allem jene Wachleute zuzuschreiben, die
    es bisher nicht geschafft haben, sich gewerkschaftlich zu organisieren
    und sich damit eine starke Stimme zu verschaffen".


    ???
    Was hilft die gewerkschaftliche Organisation, wenn es die falsche ist?
    Nicht immer ist die Qualität z.B. einer IG Metall anzutreffen, und bei ver.di wurden die Unarten und Falschheiten der HBV übernommen. Hier handelte es sich aber auch um den Sozialabbau für bereits organisierte Mitglieder, die, nur weil ihr neuer Arbeitgeber die Fahne wechselte bei identischen Arbeitsinhalten, mit dem versauten iGZ/DGB-Tarifwerk konfrontiert werden. Wie groß die sozialen Unterschiede sein können, sieht man alltäglich z.B. auch bei B--W. Direkt angestellte Werkschützer sind die Kings und verdienen das Doppelte und mehr als Externe bei gleicher Arbeit (d.h. bei fast gleicher, denn nur eine Seite macht die Drecksarbeit...).


    Haben direkt angestellte Sicherheitsmitarbeiter in Kernkraftwerken überhaupt etwas mit ver.di zu tun?
    Zu meiner Zeit in jungen Jahren und in meinem früheren Berufsleben vor Jahrzehnten war ich in 2 Reaktorzentren angestellt; von ver.di-Vorgängern merkte ich nichts, und das war auch gut so.


    Heute gibt es im LTV 30 für Bayern zwar auch einen Bezug zu den AKW und somit zu ver.di. Pikanter Weise sind aber gerade die tariflichen Bestimmungen für AKW-Mitarbeiter von der Allgemeinverbindlichkeit ausgenommen (lt. Herrn Neidl vom StMAS, Referat I 4, Arbeitsrecht, Tarifwesen).
    M.E. hat auch diesem Grunde ver.di bei den "Weisen" nichts verloren...

    @Mecklenburger
    Sorry, ich dachte, dass in einem Wachleute-Forum es prämär auch um Wachleute geht, wenn von Beschäftigten geprochen wird.
    Nun, "die Beschäftigten" mögen froh sein, dass Bsirske, wenn es wahr ist, ausgebootet wurde. Dem Mann mit zwei Gesichtern haben zahlreiche Wachleute ihren Sozialabbau zu verdanken, den Ver.di mit der iGZ auskungelte.


    Arbeitsplatz-Sicherheit als Argument für oder gegen Kernkraftwerke, das ist auf dem gleichen Niveau wie das der Beschäftigungs-Sicherheit für deutsche Tellerminen-Produzenten oder andere Kriegswaffen zum Export an verbrecherische Diktaturen. Übrigens, auch westliche Zulieferbetriebe für z.B. Mecklenburger Sperranlagen und Stasi-Technologie von IBM argumentierten mit "Arbeitsplatz-Sicherheit" für die Beschäftigten. Schon vergessenß

    Was qualifiziert einen AKW-Wachmann mit Hauptschulabschluss für eine Mitgliedschaft im "Rat der Weisen"?
    Was qualifiziert gar einen Gewerkschafter, der selbst nicht einmal als Wachmann eingesetzt werden könnte, für eine derartige Mitgliedschaft?
    Geht es hier um "Dekomokratie" oder Sicherheit?
    Ginge es um Arbeitnehmer-Interessen, wären Zwentendorf und Wackersdorf längst in Betrieb, und die Einsätze weisungsgemäß prügelnder und wasserwerfender Büttel hätten sich gelohnt. Welch Geschrei um Arbeitsplätze ertönte bereits nach den ersten Erwägungen über eine Bundeswehr-Reform, welche Aufstände in den Rüstungsbetrieben werden entstehen, wenn der deutsche Waffenexport an verbrecherische Diktaturen vielleichgt einmal eingeschränkt würde und auch an der Minen-Massenproduktion nicht mehr verdient werden könnte...
    Wo sind die Empörten, die sich auch gegegen den Verlust von Schneider-, Schuhmacher- und Landwirtschaftsarbeitsplätzen wenden? Wo die Personal- und Betriebsräte, die sich gegen die Besetzung von Planstellen im öfftl. Dienst durch Externe (PPP-Leihsklaven und 1-Euro-Jobber) wenden? Wo die Soldaten, die sich gegen die Bewachung ihrer Kasernen durch Privatfirmen mit neonazistischen Mitarbeitern wenden? Ach, die paar freigesetzten AKW-Mitarbeiter werden ohne Schwierigkeiten wieder unterkommen, und sei es, dass sie dann halt durch innerbetriebliche Umbesetzung einige der zahlreichen Externen bei den EVUs ablösen...

    Da meine alten E-Mail-Adressen noch alle funktionieren, habe ich ganz übersehen, dass die Transnet zur EVG fusionierte. Entschuldigung!
    http://www.evg-online.org/newsticker/10_11_30_GWT/


    Mein "alter" Ansprechpartner ist nun in Augsburg; ich muss mir daher noch einen neuen suchen.


    Dazu noch etwas einschlägig Aktuelles:
    http://www.evg-online.org/newsticker/11_03_25_DB_Sicherheit/


    PS.
    Wer sich für einen der zahlreich neu ausgeschriebenen Jobs bei DB SIcherheit München interessiert, sollte am 14.04. in die Kapuzinerstraße kommen und nach Frau ... oder Frau ..... vom Arbeitgeberservice fragen Dort kann man dann auch die bis dahin geheim / "anonym" gehaltenen "Arbeitgeber" kennen lernen, die für DB Sicherheit tätig sind. Bewerbungsunterlagen/Bescheinigungen bitte mitbringen.




    Namensnennung entfernt. Nutzungsbedingungen beachten! kal

    Was Du da schilderst, kann nur das Sonderprogramm München sein. Da ist das Einstiegsalter aber auf 34 Jahre begrenzt.

    Sagte ich etwas anderes?


    http://www.polizei.bayern.de/wir/beruf/info/index.html


    Bemerkenswert scheint mir dazu auch, dass im Beobachtungszeitraum das mindest erforderliche Testergebnis bereits 2x reduziert wurde, und dass sich die Kandidaten auf einen langjährigen Dienst in München (hohe Mieten etc) verpflichten müssen. Vgl. Einstellungsvoraussetzungen a.o.


    Zur im Bahndienst eingesetzen Bundespolizei zu wechseln fällt es DB-Sicherheitsmitarbeitern dem Vernehmen nach noch schwieriger. Und das unbewaffnete Auftreten, ganz anders als z.B. bei der Münchner U-Bahnwache von Securitas, fördert auch nicht gerade das Selbstbewusstsein gewisser Kleinwüchsiger.

    Interessant wäre eine Liste der Sub-Sub-Sub-Firmen, die am Tropf von Securitas hängen!
    Am 11.04. werde ich voraussichtlich bei einer BA-Veranstaltung sein und Näheres erkunden können...


    Dein Vorschlag, zur Polizei zu wechseln, ist für Viele (gottseidank aus Bürger-Sicht) gar nicht so leicht realisierbar.
    Einem Kollegen gelang dies aber sogar noch im zarten Alter von 34 (sog. Münchner Modelll). Er bestand die Aufnahmetests mit Bravour, es gab darüber auch einen Fernsehreport bei SAT.1. Zahlreiche Kandidaten bestanden aber nicht. Nach einem Jahr wurden und werden auch wieder welche ausgemustert bzw. es wird ihnen nahe gelegt, selbst zu kündigen. Und dies sogar in Zeiten, in denen das übliche polizeiliche Aufnahme-Niveau drastisch herab gesetzt ist (von wegen "9/11" und unbeliebter Arbeitsort München). Solche Drop-outs werden dann durch Maßnahmen der BA teilweise wieder zurückgeführt ins Wach- und Sicherheitsgewerbe. Die Veranstaltung dazu dauert 3 Monate inkl. "Praktikum", das zwei Kollegen darunter bei mir in einem BMW-Objekt absolvierten... Namen/Quellen könnten selbstverständlich genant werden, ich mache dies aus Datenschutzgründen jedoch nicht und hoffe, deswegen nicht wieder negativ zensiert zu werden...

    Nachtrag:


    Eine "Bewerberanfrage" von vorhin an die BA-Sachbearbeiterin hatte folgendes Resultat:

    A message that you sent could not be delivered to one or more of its recipients. This is a permanent error. The following address(es) failed:
    SMTP error from remote mail server after RCPT TO:
    host mail2.arbeitsagentur.de
    Recipient address rejected: User unknown


    Fazit: Man sollte sich gleich direkt bei DB-Sicherheit bewerben. Adressen sind im Internet.



    Mail-Addy, IP Adresse entfernt kal

    Hallo, unter


    http://jobboerse.arbeitsagentu…VQu7MEzMtaKzF0FuqOw%3D%3D


    finden Interssierte eine schöne Ausschreibung unter Federführung der Bundesagentur für Arbeit.
    Es geht um Einsätze im Bereich DB-Sicherheit München.
    Als "Konditionen" wird ein "unbefristetes Arbeitsverhältnis" erwähnt (das, rein rechtlich, auch zwei Tage vor Ablauf der ersten 6 Monate gelöst werden kann). Es muss aber befürchtet werden, dass in Anbetracht der "Zwischenhändler" erneut weder bayerische Tarife bezahlt werden noch dass die vom StMAS verordnete Allgemeinverbindlichkeit eine Rolle spielt. Interessierten empfehle ich eine frühzeitige Kontaktaufnahme zur Transnet - und selbstverständlich eine Direktbewerbung bei DB-Sicherheit unter Umgehung der Sklaventreiber. Vielleicht gibt es nun auch eine Unterstützung durch den Personalrat...

    Maniac:
    Wende dich vertrauensvoll an die TRANSNET, die auch für DSB-Sicherheit zuständig ist. Dort wird dir sicherlich geholfen werden.
    Meine mir vorliegende Korrespondenz mit dieser Gewerkschaft kann ich hier nicht wiedergeben ohne erneut Gefahr zu laufen, wg. fehlender Quelleanangebe gemaßregelt zu werden...

    kalle
    Selbstverständlich hast du mein Verständnis. Entschuldige bitte, dass ich meine Quellen aus Platzgründen nicht alle angegeben habe. Und ein Literaturverzeichnis konnte ich auch nicht hochladen.
    Aber: Wo ist mein Abdruck einer TRANSNET-Stellungnahme geblieben, die ich als Nachtrag postete? Da war doch nicht die Zensur am Werk? Auch TRANSNET ist eine Gewerkschaft, eine gute und ein wenig anders im Verhalten gegenüber ihren Mitgliedern als z.B. ver.di...
    Bin im Aufbruch zum Skiurlaub und wünsche noch ein angenehmes Wochende!

    @Mecklenburger:


    "Ein Nachunternehmen oder Subunternehmen erbringt aufgrund eines Werkvertrages oder Dienstvertrages im Auftrag eines anderen Unternehmens (Hauptunternehmen) einen Teil oder die gesamte vom Hauptunternehmen gegenüber dessen Auftraggeber geschuldete Leistung. Das Subunternehmen ist rechtlich selbständig und in der Art und Weise, wie es seinen Vertrag erfüllt, frei. Nachunternehmer bezeichnet nicht etwa den Rechtsnachfolger eines Unternehmens, sondern eine niedrigere Hierarchiestufe. Auch ein Unterlieferant wird nicht als Nachunternehmen bezeichnet."
    (Hervorhebungen durch mich), http://de.wikipedia.org/wiki/Subunternehmen


    Der Regelfall ist, dass der "SUB" Personal bereit stellt, welches organisatorisch und disziplinär beim Auftraggeber eingebaut wird. Der "Leihsklave" hat im Regelfall mit seinem "Arbeitgeber" nur mehr über das Lohnbüro Kontakt und muss sich an die Weisungen des Auftraggebers halten. Von selbständiger, eigenverantwortlicher Leistungserbringung darf in solchen Fällen absolut nicht gesprochen werden.




    Absatz entfernt kal

    "Sub hat mehr Rechte..."


    Das erinnert mich stark ans Jahr 2003, als ich bei einem sehr großen Sicherheitsdienstleister angestellt war. Der Niederlassungsleiter hatte eine Freundin, und die bekam Aufträge als Subunternehmerin, d.h. sie stellte (illegal, ohne AÜG-Überlasungserlaubnis) Personal zur Verfügung.


    Dienses bestand häufig aus Studenten, selbstverständlich ohne jede formalen Voraussetzungen wie z.B. "Unterrichting". Unsere Einsatzplanung, herausgegeben vom Objektleiter, geriet dadurch häufig durcheinander, weil die Herren Studiosi mal Zeit hatten und mal keine und sich insbesondere um die Nachtschichten rissen, in denen sie sich ihren Computer-Spielereien voll hingeben konnten. Einsatzpläne wurden dadurch täglich bis zu dreimal geändert, einige habe ich noch aufbewahrt.


    Heute gibt es weder diesen durch Fusion untergegangenen Dienstleister mehr noch seinen Niederlassungsleiter. Auch die "Subunternehmerin" ist von der Bildfläche verschwunden. Geblieben in der Auffanggesellschaft ist aber der EX-BR-Obmann, der als Dulder illegaler Leiharbeit Mitglied der Großen Tarifkommission von Ver.di war sowie die Tusnelda von der Ordnungsbehörde, die auf meine Anzeige entgegnete, dass "man Denunzianten gar nicht gern habe".


    Insgesamt ist zu sagen, dass im Wach- und Sicherheitsgewerbe echte Subunternehmer kaum existieren. Diese sind im Regelfall illegale Personaüberlasser, Zeitarbeitsfirmen ohne sich als solche zu deklarieren. Die eingangs geschilderte Situation war wie folgt konstruiert:
    Objektinhaber -> Generalunternehmer -> bundesweiter Subunternehmer für Sicherheitsdienstleistungen -> regionaler Subunternehmer -> Freunde und Freundinnen dessen Niederlassungsleiters als "Subunternehmer" -> illegal eingesetzte Leihsklaven.



    Unbewiesene Tatsachenbehauptungen entfernt kal

    micaschi:


    Du sprichst mir aus der Seele!
    Neben "Zertifikate" / QS-Urkunden gibt es auch noch weitere beliebte "Auszeichnungen".
    Z.B. der "Orden" "Bayerns Best 50", wurde auch geführt von einem Sicherheitsunternehmen, dessen juristisch selbständiger Schwesternbetrieb ein Reinigungsunternehmen ist und viele neue Niedrigstlohn-Putzfrauen beschäftigt. Oder das Münchner Stadtwappen, ebenfalls unerlaubt/illegal geführt worden von einem Unternehmen unserer Branche, das sich für Sicherheitsdienste beim alljährlichen "CSU-Fischessen" bewährte.
    ...
    Deinem soeben erschienen 2. Posting stimme ich ebenfalls vollinhaltlich zu...


    Einen angenehmen Arbeitstag noch und meine besten Grüße!

    "gegen Dummheit":


    a) "Vermittlungsgutschein-Keiler" sind Jene, die, entgegen der BA-Geschäftsordnung, ihre Schwindelanzeigen bereits ergänzen mit der Aufforderung, einen Vermittlungsgutschein bzw. dessen Kopie der Bewerbung beizulegen. Da die Einhaltung von Geschäftsordnungen durch die BA selbst nur selten kontrolliert wird, entwickelten sich sogar "Arbeitgeber"-Firmierungen wie z.B. "Vermittlungsgutschein-NRW". Hinzu kommt, dass auch als "seriös" geltende Wach- und Sicherheitsfirmen, die u.a. große öffentliche Auftraggeber bedienen, ihre Personaleinstellungspolitik auf Vermittlungsgutscheine bauen. So hat z.B. die Ehefrau eines dieser Geschäftsführer einen Gewerbeschein als "private Arbeitsvermittlerin", und sämliche Bewerbungen auf Stellenausschreibungen müssen über die Adresse dieser Dame laufen. Sie fungiert ausschließlich als Postbotin ihres Mannes und erhält im "Vermittlungsfall" dafür von der BA ihr fettes Honorar. Klar, dass dieses Unternehmen nur mehr Leute mit Vermittlungsgutschein einstellt oder solche, die in weiteren Fördermaßnahmen erfassbar sind.


    b) "Illegale Personalverleiher" sind Jene, die Arbeitnehmerüberlassung ohne AÜG-Erlaubnis betreiben. Das Vorliegen einer solchen Erlaubnis kann man telefonisch von zuständigen Register erfragen, auch wenn dies zunehmend erschwert unter Hinweis auf den "Sozialdaternschutz" (für "Arbeitgeber" bzw. gewerbsmäßige Betrüger...). Die vor Jahrzehnten gegoltene Ausnahmeregelung für das Bewachungsgewerbe gilt auch schon an die 10 Jahre nicht mehr. Dafür (?) wurde es , offenbar dank guter Lobbyarbeit, vom Erfordernis der Sofortmeldung zur Sozialversicherung ausgenommen. Vorübergehend Beschäftigte z.B. im Veranstaltungsdienst oder Aushilfen können in gewissen Kreisen daher praktisch risikolos "schwarz" beschäftigt werden, was letztlich auch Sozialhilfeempfängern / Hartzern zu Gute kommt..


    Dein Vergleich der BA-Jobbörse, die immerhin "quasi-amtlichen" Charakter hat / haben soll, mit üblichen Internetschrott /Spam zeigt nur die Unerfahrenheit deiner Jugend. Halte die Augen auf und denke ein wenig nach, bevor du dich so blamierst!

    .....................
    Aber eins habe ich bisher nicht begriffen, warum gibt es bisher absolut keine allgemeingültige Regulierung in der Branche für das Unterrichtendürfen. Nichts gegen den Jungen selbst (der ist wirklich ein helles Köpfchen), aber wenn jemand mit 34a und "drei" Monaten Praxis FSSK's umschult, dann läuft doch wohl was falsch in dem System. Und alles im Auftrag des Amtes, das fleißig bezahlt ...

    Die Bildungsgutscheine können nur von anerkannten, "zertifizierten" Bildungsträgern in bare Münze umgewandelt werden. Es liegt in der Natur der Sache, dass die Zertifizierer selbst im Regelfall bar jeglicher Sachkenntnis sind und lediglich theoretisierende "Schreibtischtäter" sind. Man sieht dies ja auch recht deutlich, wass aus dem obskuren Institut für Bildungsforschung herauskommen kann, und wie von Sekretärinnen (!) Prüfungsaufgaben aus einem Lexikon zusammen gebastelt werden.
    Ein mir vorliegender Flyer einer vorwiegend von Bildungsgutscheinen lebenden "Sicherheitsschule" hat im Curriculum zur 3-monatigen Vorbereitung auf die IHK-Prüfung auch das Fach "Gutes Deutsch". Der Flyer selbst weist 8 (acht) gravierende Rechtschreibfehler auf. Wie wenig praktische Rückkopplung existert, erkennt man auch z.B. in einem Lohntarifvertrag von BDWS/ver.di, welcher zwar das Absitzen von (früher) WS I + II tariflich honoriert, aber eine echte IHK-Sachkundeprüfung nicht kennt...

    Fump:
    Und jede dieser Luftnummern zählt! Und zwar in der BA-Statistisk für offene Stellen, aus der nicht nur die Arbeitsbelastung der BA-Vermittler abgeleitet wird, sondern auch die Berechnungsgrundlage für die Ausgabe weiterer Bildungsgutscheine an Leistungsempfänger (die dann in 3 Monaten auf einen Level gebracht werden, für die eine IHK selbst max. 2-3 Wochen Einsatz veranschlagt).