Beiträge von Specialist

    das Dilemma liegt in der Branche selbst (unabhängig von den "Vollpfosten", die in irgendwelche Positionen geschupst werden, für die ihr IQ nicht reicht, die die Problematik natürlich noch verschärfen, weil sie weder in der Lage sind, Lösungen zu finden noch erkennen, worin die Hauptprobleme liegen)


    kein AG kann sich leisten, einen Pool an Mitarbeitern vorzuhalten, die einspringen, wenn jemand krank wird,
    aber so knapp, wie teilweise geplant wird , muß man einfach sagen, es ist grob fahrlässig
    es geht um Menschen, und nicht um Maschinen
    und wenn ein Regionalleiter mit 2% Krankenquote "plant", um seinem Hauptquartier bessere Zahlen präsentieren zu können, der tatsächliche Krankenstand aber bei 5 % liegt, kann natürlich auch der Personalplan nicht stimmen,
    müsste man halt noch jemand einstellen


    aber warum ?
    solange die "verbliebenen" alles auffangen, gehts ja noch................müssen halt dann mal 250Std plus sein.......
    und schon beginnt der Kreislauf...........


    andererseits ist sofort ein Auftrag in Gefahr, wenn Einzelarbeitsplätze oder bestimmte Positionen nicht besetzt werden können,
    dazu sind die Arbeitsbedingungen teilweise so katastrophal, daß mit einem erhöhten Krankenstand gerechnet werden muß, und wenn bloß mal jemand "krank" wird, weil er sonst komplett zusammenbricht, oder die Familie oder Partnerin daheim ihm die Hölle heiß macht, wenn er ohne Freizeit wochenlang "durcharbeitet"


    die Branche ist einfach überwiegend eine "Menschenvernichtungsmaschine"
    wer nicht mitmachen will oder nicht mehr kann, wird aussortiert.......
    man hat sich anzupassen, eigene Ansprüche existieren nicht, "es geht nicht anders" wird postuliert, du hast es dir selber ausgesucht, du kennst die Bedingungen in dieser Branche.................Bullshit :cursing:


    die Gesetze, die "so am Rande" gelten, interessieren nicht wirklich

    man sollte die GÖD nicht grundsätzlich verteufeln
    z.b. im Bereich ÖPNV in München haben sie schon etwas bewegt
    und die Funktionäre sind auch nicht grundsätzlich Verräter, die den AG zum Munde reden
    scheint wohl regional unterschiedlich zu sein


    aber eins ist klar - im Bewachungsgewerbe haben sie keine Legitimation , irgendetwas regeln zu können, weder in Sachsen noch anderswo

    was soll den R.K. großartig dazu sagen ?


    er wird einige Rechenbeispiele anführen, die die großartigen Lohnzuwächse belegen sollen
    er könnte zugeben, daß ohne Arbeitskampf nicht mehr zu erreichen wäre
    er könnte anführen, zuwenig Mitglieder zu haben, um wirksam zu kämpfen


    er könnte aber auch weiterjubeln und die tollen Ergebnisse loben,
    was ihm aber niemand abnehmen wird, der noch klar bei Verstand ist


    er wird noch völlig erschöpft sein, von der anstrengenden 1-tägigen Verhandlung, bei der unter Aufbietung aller körperlichen Kräfte und Zuhilfenahme ausgefeilter Verhandlungsstrategien dieses großartige Ergebniss erreicht wurde


    ich frage mich, warum sich Verdi (ich bin selbst langjähriges unzufriedenes Mitglied) zurückzieht
    warum schließt man sich nicht zusammen,
    wie damals die ganzen Einzelgewerkschaften bei der Bahn, um gemeinsam etwas zu erreichen ?



    auch Verdi hat 2006 in Bayern Weihnachts- und Urlaubsgeld "verkauft "
    mit einer schwindligen Beispielrechnung, es solle auf den Stundenlohn umgelegt werden,
    mit dem Ergebnis einer Nullrunde (Ein Jahr ohne Urlaub-und Weihnachtsgeld und ohne Umlegung auf den Stundenlohn)


    im übrigen haben die Flugsicherheitskräfte gezeigt, wie man etwas erreicht
    anders gehts nicht.................

    sehen wir das Ganze realistisch
    wer den letzten Horrortlohntarif aus Sachsen kennt, weiß, ohne vehementen Arbeitskampf wäre nichts besseres rauszuholen gewesen,
    die Kündigungsfristen sprechen allgemein dafür, egal wielange man sich für die Firma "aufgeopfert" hat, wenn man nicht mehr spurt oder funktioniert, wird man entsorgt.
    allerdings kurzsichtig, da durch die in Zukunft zu erwartende Personalknappheit der AG eher Probleme bekommen wird, jemanden zu finden, als der AN Sorge hätte, einen neuen Job zu kriegen


    man meint ja fast, in Sachsen wohnen die Leute umsonst, Benzin wird verschenkt und Lebensmittel frei verteilt,
    wenn man sich diese Löhne anschaut - unfassbar


    im Ergebnis kann man den Leuten in Sachsen nur raten, abzuwandern
    sind ja eh schon die meisten im Westen



    der Umstand, daß man per Tarifvertrag die Freistellungen von Betriebsräten kürzt, dürfte ein Novum sein
    Respekt- man findet auch noch die letzte Öffnungsklausel, um die gesetzlichen Bedingungen, die ja sowieso nicht rosig sind, zu verschärfen
    und das wird von einer Gewerkschaft unterschrieben ?


    würde mich interessieren, ob diese Regelung vor Gericht Bestand hätte, trotz Öffnungsklausel
    als BR würde ich es jedoch recht einfach umgehen, in dem ich mich nach § 37, 2 selbst freistelle, sofern erforderlich


    auch die "Versetzungsklausel", nach der man keinen Anspruch auf einen bestimmten Arbeitsplatz hätte und jederzeit versetzt werden könnte, ist ja auch nur unter dem Grundsatz der "gleichwertigen Tätigkeit" arbeitsrechtlich zulässig


    und die "Altersarmut" bei diesen Löhnen ins Spiel zu bringen, die man erfolgreich bekämpfen würde, ist ja schon so traurig, daß man gar nicht mehr weiß, ob man lachen oder weinen soll
    wer sein Leben lang an der Armutsgrenze lebt, den wird das im Alter auch nicht mehr sonderlich jucken


    wohin geht dieses Land ?
    was lassen sich die Leute noch alles gefallen, bis mal der Knoten platzt ?

    es ist doch lächerlich, wenn man eine Erhöhung der Stundenlöhne - als Minusrechnung mit Absenkung steuerfreier Zuschläge .
    im Hinblick auf eine höhere Rente verkaufen will


    wen juckt es denn, ob er letztendlich 20 € Rente mehr pro Monat bekommt, aber ihm jetzt und hier die Zuschläge flöten gehen, was wesentlich mehr ausmacht


    und die "Abwehr" von Kürzungen des Urlaubsanspruchs als Erfolg zu werten, ist doch lächerlich


    ich kenne viele, die gar keinen Urlaub nehmen wollen, weil sie es sich nicht leisten können
    bzw den Urlaub dann zwischen 20 Schichten reinquetschen, um kein Minus zu machen


    oder andere, die gar keinen Urlaub brauchen,
    weil sie 14 Tage durcharbeiten und dann für eine Woche heimfahren

    dem "gemeinen" AN ist es eigentlich völlig egal, welche Gewerkschaft für seine Rechte eintritt


    wenn es aber eine GÖD gibt, die alles abnickt, nur um ins Geschäft zu kommen


    ist das sehr bedenklich


    aufgrund der Mitgliederzahlen und der Inhalte der abgeschlossenen Tarifverträge, müsste man schonmal überlegen, wozu es die GÖD überhaupt braucht............................

    ja, Alternative gefunden 8)


    in meinem Alter ohne finanzielle Sicherheiten im Hintergrund, die eine Auswahl zulassen, bleibt nur eine übrig...............

    Die Nachwirkung von Tarifverträgen ist im Tarifvertragsgesetz geregelt und gilt, sofern im Tarifvertrag nicht anderes geregelt ist.


    Beim Mindestlohntarifvertrag besteht allerdings das Problem, dass die Allgemeinverbindlichkeit dieses Tarifvertrages, d.h., dass die dortigen Mindestlöhne auch von nichttarifgebundenen Arbeitgebern gezahlt werden müssen, nach Wirkung der Kündigung nicht mehr gelten, d.h., dass alle Betriebe, die nicht im BDSW organisiert sind, den Mindestlohn nicht mehr einhalten müssen !


    R.K.


    wemm der Arbeitsvertrag nach der Kündigung abgeschlossen wurde

    Ich wuchs auf in einer gutbürgerlichen Familie - Vater Beamter -Mutter Hausfrau, gelernte MTA
    das erste Problem tauchte auf, als meine Mutter starb (ich war damals 14)
    nach einigen Jahren tauchte eine "Stiefmutter" auf, es gab Ärger, mein Bruder konnte sich arangieren, ich nicht


    im Ergebnis lebte ich dann ab 17 alleine in einem Gartenhäusschen unserer damaligen Putzfrau, um mein Abitur zu absolvieren


    na ja, Abitur mit 2,3 bestanden, dann kam die Bundeswehr, 2 Jahre SaZ im Feldjägerdienst
    anschließend Einstellungstest für den gebohenen Polizeivollzugsdienst mit 2,5 bestanden, aber dadurch Wartezeit oder zwischenzeitliche Verwendung im mittleren Dienst


    na ja. hab mich für den privaten Sicherheitsdienst entschieden - Schwarzer Sheriff
    nach einer Woche festgestellt , es war Mist
    danach 4 Jahre in der iranischen Nationalbank im bewaffneten Obejktschutz beschäftigt
    als einziger Mitarbeiter in München für eine nordeutsche Firma


    1989 wurde eine neue U-bahn-Wache in München gegründet
    ich war dabei
    mit dem drittbesten Prüfungsergebnis von 75 Mitarbeitern
    und es lief weiter.....


    Dienstgruppenleiter, dann wieder "degradiert", weil zu Arbeitnehmerfreundlich,
    dann wieder befördert
    schließlich in den Betriebsrat nachgerückt
    und kurze zeit später Betriebsratsvorsitzender


    im Endeffekt war ich dort über 20 jahre beschäftigt,#bis der damalige Arbeistdirektor beschloß, alles umzustrukturieren
    er nutze dazu alle rechtlcihen Möglichkeiten, einen Betriebübergang zu vermeiden
    im Endeffekt wurden nur die Leute weiterbeschäftigt, die ihm nach der Nase standen


    es wurde prozessiert, ohne Erfolg, so musste ich mich nach über 20 jahren was anderes suchen


    jetzt ging es los : kein Problem, was neues zu finden
    aber : jetzt wurde klar, welcher Sumpf dieses Bewachungsgeqwerbe darstellt
    der Stundenlohn ging gleich mal auf Fachkraft runter ( von 16 auf 12), gottseidank hatte ich die IHK-Fachkraft mittendrin mal gemacht - 12 Std-Dienste, der erste Hinweis meinerseits, das bei 12 Std-Diensten "erhebliche" Arbeitsbereitschaft liegen muß, führte zur ersten Probezeitkündigung


    na ja, kein Problem - neue Firma, Werkschutz
    ca. 220-250 Std im Monat, Geld war in Ordnung, aber es gab kein Leben mehr neben der Arbeit
    nach drei Jahren waren mir sowohl die einfältigen Aufgaben als auch die aufzuwendende Zeit genug Grund , zu kündigen


    ein Angebot einer anderen Firma wahrzunehmen, in eine Führungsposition zu wechseln
    im Ergebniss wurde ich verar...t, musste einspringen, wo Not am Mann war, der Dienst stellte sich täglich anders dar ( vornehmlich über Telefon, Anruf um halb Sechs in der Früh, man bräuchte heute nicht um 7 Uhr arbeiten........)
    als dann noch Dienstanweisungen erstellt wurden, bezüglich Anzugsordnung und Abzug von Lohn bei Nichtbeachtuing, führte meine diesbezügliche Kritik zu einer erneuten Probezeitkündigung
    vielleicht war auch ausschlaggebend, daß ich mich weigerte, 14,5 StdSchichten im 4erBlock abzuleisten,
    oder als ich erwähnte, daß der im Arbeitsvertrag vereinbarte Urlaubsanspruch zu gering wäre im Verhältnis zum TV, bzw. Jahressonderzahlungen, wie im allgemeinverbindlichen MTV vorgeschrieben, nicht gewährt würden


    egal,
    diese Branche ist für mich erledigt
    ich mach mich nicht mehr zum Deppen

    Hallo Lotte


    sei gegrüsst be--er


    wenn du hier etwas rumstöberst, findest du nette Gimmicks
    z.b. Forumfarbe verändern, Landkarte zum eintragen, wo du wohnst, Ticker....................
    ist so ähnlich wie daheim auf dem Speicher - man muß etwas suchen und findet unerwartetes :D

    Bei Arwed könnte man es, und er hat gefragt...


    .


    § 2 Begriff der Rechtsdienstleistung


    (3) Rechtsdienstleistung ist nicht:


    5.
    die an die Allgemeinheit gerichtete Darstellung und Erörterung von Rechtsfragen und Rechtsfällen in den Medien,





    schon deshalb empfiehlt sich eine Betrachtung, die sich nicht am Einzelfall des Fragestellers festmacht



    und klar, wenn es einen Dienstplan gibt, hat man was in der Hand
    gibt es (noch) keinen, weil Monatswechsel ansteht oder längerfristige Krankheit anliegt,
    wirds schon wieder problematisch

    bei wievielen AN kann man denn genau sagen, weiviel sie verdient hätten, wenn sie nicht krank geworden wären ?


    du gehst von vorbildlichenn Zuständen aus, geregelte Dienstzeiten, klare Dienstpläne


    die Realität sieht aber für viele ganz anders aus