Beiträge von Specialist

    irgendwie aber trotzdem "rechtsfrei",
    da es gerade in unserer Branche zumeist große Probleme gibt, wie AG die Bestimmung "bei der für ihn maßgebenden regelmäßigen Arbeitszeit zustehende Arbeitsentgelt fortzuzahlen" auslegen


    am gerechtesten finde ich noch die Regelung , die u.a. in Bayern gilt :


    kalendertägliche Lohnfortzahlung mit einem Tagessatz, der sich aus einem Durchschnitt des letzten Gesamtbruttos berechnet

    Worauf ich hinaus will, ist der Umstand, daß es eben nicht die Regel ist, daß es Leuten nichts ausmacht, keine Wochenenden frei zu haben, 2/3 des Tages "auf Arbeit" zu sitzen , 250 und mehr Stunden "zu arbeiten"


    es gibt Menschen, die haben Familie, Kinder, Freunde, Hobbys und auch kein Interesse daran, sich dem sozialen Umfeld komplett zu entziehen


    wer in seiner Freizeit auch nur rumsitzt, Computer spielt oder Videos schaut, mag das ja als nicht so schlimm empfinden, dies an seinem Arbeitsplatz zu tun, noch dazu bezahlt - Juhu
    wer sich der Gesellschaft entzieht, empfindet es auch nicht als schlimm, am "Leben" nicht teilhaben zu können,
    der zieht sein Ding durch, ist froh, niemanden zu sehen und gut is .........


    ob er damit glücklich ist, oder es nur glaubt , zu sein, steht auf einem anderen Blatt
    (erinnert mich ein bisschen an 150kg-Menschen, die nicht müde werden , zu behaupten, sie hätten mit ihrem Gewicht kein Problem und fühlten sich wohl)
    soll jeder machen, wie er will


    aber den meisten geht es anders
    und sie entscheiden eben auch nicht "frei", dies so zu tun, sondern ein anderer entscheidet für sie, und diesem anderen (AG) müssen Grenzen gesetzt werden


    mein Motto war und ist "I do it my Way"
    niemand versteht es so gut wie ich, wenn man sich nicht mit unsinnigen Regeln gängeln lassen will


    aber ohne Regeln gehts nicht,
    und die Masse der AN braucht eben "Schutz"
    es geht da trotzdem in unserer Branche drunter und drüber

    okay, wenn er will, soll er halt nach 10 Bier noch Auto fahren (neben dem Schutz der anderen dient es ja auch dem eigenen Schutz, soetwas nicht zu tun)


    wenn er will. soll er halt bei Rot über die Fußgängerampel gehen, wird er halt dann zusammengefahren


    wenn er will, soll er doch aus der Krankenkasse austreten, weshalb "Zwangsversicherungen" ? wird er krank, Pech gehabt


    wenn er will, soll er sich doch selbst umbringen..................


    das funktioniert so nicht

    Gesetze sind einzuhalten


    und nicht nur von denen, die wollen , oder denen, die keine Angst vor Folgen haben müssen


    solltest du als Ex-BR auch wissen daß z.b. § 80 BetrVG von einem BR ausdrücklich verlangt, auf die Einhaltung von Schutzgesetzen zu achten, unabhängig davon, ob der AN es "will" oder nicht


    das ein AG darauf zu achten hätte, ist vom Gesetzgeber her so selbstverständlich vorausgesetzt, weil er ja auch der einzige wäre, der von Strafe bedroht wäre,
    also könnte der ja noch weniger sagen "aber der AN will das ja so"


    ist doch eine verkehrte Welt, wenn man jede mögliche Zulage mitnehmen muß, um auf einen nennenswerten Verdienst zu kommen


    auch 300 Std/Monat arbeiten "zu wollen" (oder vielleicht eher zu müssen, um mit dem geringen Lohn über die Runden zu kommen)
    wäre so ein Thema

    I have a dream ...........................


    es gehen bei den Staatsanwaltschaften bundesweit Hunderte von anonymen Strafanzeigen wegen Verdachts des Verstoßes gegen das ArbZG gem §§ 22,23 und Verdacht auf 266a StGB ein...........


    ganze Hundertschaften Polizei und zig Staatsanwälte durchsuchen in einer abgesprochenen Aktion Hunderte von Bewachungsfirmen im ganzen Bundesgebiet,
    Dutzende werden geschlossen, Dutzende sperren zu, es werden Millionen an Bußgeldern verhängt,


    die Auftraggeber suchen händeringend einzelne Firmen, die noch übrig sind
    zahlen jeden Preis, Stundenverechnungssätze um die 40 €
    die verbliebenen Firmen stellen ein und stellen ein,
    können mit außertariflichen Objektzulagen locken, raufen sich um die freigewordenen Mitarbeiter,
    Stundenlöhne unter 15€ sind indiskutabel,


    und das ArbZG und korrekte Bezahlung haben endlich den Stellenwert, der ihnen zukommt



    was für ein Traum................... :sleeping:

    § 11 ArbZG Ausgleich für Sonn- und Feiertagsbeschäftigung






    (1) Mindestens 15 Sonntage im Jahr müssen beschäftigungsfrei bleiben.





    § 22 ArbZG Bußgeldvorschriften






    (1) Ordnungswidrig handelt, wer als Arbeitgeber vorsätzlich oder fahrlässig




    6.
    entgegen
    § 11 Abs. 1 einen Arbeitnehmer an allen Sonntagen beschäftigt oder
    entgegen § 11 Abs. 3 einen Ersatzruhetag nicht oder nicht rechtzeitig
    gewährt, 2) Die Ordnungswidrigkeit kann in den Fällen des Absatzes 1 Nr. 1 bis 7,
    9 und 10 mit einer Geldbuße bis zu fünfzehntausend Euro, ............... geahndet werden.





    § 23 ArbZG Strafvorschriften






    (1) Wer eine der in § 22 Abs. 1 Nr. 1 bis 3, 5 bis 7 bezeichneten Handlungen 1.
    vorsätzlich begeht und dadurch Gesundheit oder Arbeitskraft eines Arbeitnehmers gefährdet oder2.
    beharrlich wiederholt,
    wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft.
    (2)
    Wer in den Fällen des Absatzes 1 Nr. 1 die Gefahr fahrlässig
    verursacht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu sechs Monaten oder mit
    Geldstrafe bis zu 180 Tagessätzen bestraft.

    Aber zum Thema jeder hier im Forum sollte wissen das es in Deutschland keine Firma gibt die ausreichend und entsprechend qualifiziertes und fähiges Personal hat! .


    diese Problematik hatte ich das Vergnügen, ein paar Monate beim FC Bayern und dem federführenden Sicherheitsunternehmen miterleben zu dürfen


    diese Massen an Sicherheitspersonal zu bestimmten Zeiten bekommt man zusammen,
    es sind eine handvoll Veranstaltungsdienste, die sich in dem Bereich gegenseitig aushelfen,
    und überwiegend 450€-Kräfte,
    oder auch mobile Sicherheitstrupps, die so als "Wandernomaden" durch die Republik ziehen, heute Volksfest hier, morgen Konzert da, danach noch ein paar Stunden Fußball........................


    es war höchst interessant, dies mitzuerleben
    diese Ausmaße , wer hier alles täglich quer durch die Republik fährt, um mal hier, mal dort zu arbeiten, als Subler oder Subler vom Subler
    waren mir bisher nicht bekannt.........


    Qualifizierung ? Nebensache, "learning-by-doing", die verantwortlichen Führer vor Ort machen das schon länger, haben also die Erfahrung, dsa muß reichen...............

    was aus dem Link nicht hervorgeht ( führt auf eine kostenpflichtige Seite)


    - es gab einen Streit
    ich kann mir bildhaft vorstellen, wie einem (rechtlich relativ unbedarften) Mindestlohn-Wachmann der Auftrag erteilt wurde, eine öffentliche Straße ( wenn er Glück hatte, gabs noch eine Absperrbarke, wenn er viel Glück hatte, mit einem entsprechenden Verkehrsschild,) abzusperren und niemand durchfahren zu lassen


    und gewissenhaft, wie er ist, greift er in den fließenden, öffentlichen Verkehr ein, um seinen Auftrag, niemanden durchzulassen, auszuführen


    und ich kann mir bildhaft vorstellen, daß sich ein Autofahrer nicht von einem Privatmann vorschreiben lassen will, wohin er auf öffnetlichen Straßen fahren dürfte oder auch nicht


    - der Sicherheitsmann wurde "leicht" verletzt


    beim Weiterfahren am Außenspiegel hängengeblieben ? leicht gestreift ?
    sonst hätte man ja nichts, was man diesem Autofahrer anhängen könnte.................


    die Problematik ist doch , daß es immer wieder bei uns passiert, daß Sicherheitsleute mit Aufgaben betraut werden, für die ihnen die rechtliche Grundlage fehlt, sie wirksam ausführen zu können,
    zudem das rechtliche Problembewusstesein fehlt, zu wissen, wie weit sie gehen können
    sie aber trotzdem versuchen, ihnen gerecht zu werden,
    wobei sie dann an einen "mündigen" Bürger geraten, und das Unglück nimmt seinen Lauf................

    welches Problem meinst du ?


    daß sich Fußballvereine eine goldene Nase verdienen , aber die Sicherheit ihrer Veranstaltungen durch den Steuerzahler finanzieren lassen ?
    daß immer mehr Verrückte den Fußball als Alibi missbrauchen, um ihre Agressionen auszuleben ?
    und dann noch durch martialische Begriffe wie "Ultras" geadelt werden , anstatt sie öffentlich als das zu bezeichnen, was sie wirklich sind ?


    wäre es nicht in ferner Zukunft denkbar, daß Fußballspiele nicht mehr generell mit Zuschauern ausgetragen werden, sondern nur noch in bestimmten Ausnahmefällen, weil die Sicherheit, die zu gewährleisten wäre, nicht mehr gewährleistet bzw. finanziert werden könnte ?

    es scheint ja -im Gegensatz zum Rest der Bande - eine sehr wehrhafte Fraktion zu sein, diese Flugplatzleute


    also bekommen sie ne Extrawurst
    und schon hat man ein "Streikproblem" gelöst


    der nach wie vor recht unorganisierte und schläfrige große Rest der Sicherheitsleute ist somit wieder auf sich gestellt, bessere Bedingungen duchzusetzen


    auch ein Grund ?

    wer weiß näheres ?


    BDSW und Verdi planen einen bundesweiten Entgelttarifvertrag ?
    für Flughafenpersonal soll bereits einer verhandelt sein ?


    das kann doch wieder nur die die Hose gehen?
    festes Gehalt, Überstunden auf ein Arbeitszeitkonto ? ähnlich wie bei der Zeitarbeit ?
    und dort "lagern" sie, bis zum St.Nimmerleinstag ?


    und wie wäre das Niveau ?
    müssen nicht die "hochpreisigen" Bundesländer zugunsten der anderen Einbussen oder Nullrunden hinnehmen ?


    mir schwant übles................

    darum finde ich ja die Diskussion "Mindestlohn " so pervers


    dem Arbeitgeberverband kann doch nichts besseres passieren, als ein hoher gesetzlich vorgeschriebener Mindestlohn


    in Bezug auf den Wettbewerb darf eben auch niemand billiger anbieten.............
    also muß ein Auftraggeber auch bezahlen


    lieber ein hoher Mindestlohn, und dafür ein paar "Billigarbeitsplätze" weg
    als einen Stundenlohn, von dem niemand leben kann, trotz Vollzeitbeschäftigung

    sind wir doch mal ehrlich


    egal, was der BDSW glaubhaft machen will


    die Auftraggeber bemühen Sicherheitsdienste nur deswegen, weil sie dadurch einen finanziellen Vorteil haben


    sprich : man bekommt Kundenaufträge, man spart Versicherungsbeiträge etc


    alle Kosten , die zu tragen sind, weil es entsprechende Vorschriften gibt, die dazu führen, daß Kosten entstehen, werden getragen werden, solange es sich unter dem Strich rechnet


    eigentlich könnte der AG-Verband auch einem Mindestlohn von 10€ zustimmen
    wenn es zukünftig dadurch billiger für einen Auftraggeber nicht mehr gehen würde, bliebe ihm nichts anderes übrig, als zu bezahlen


    und ob die Mehrkosten für einen Auftraggeber so in die Höhe schnellen würde, daß massenhaft Aufträge für potentielle AG - und damit Arbeitsplätze im Sicherheitsgewerbe - wegbrechen,
    bezweifel ich sehr stark


    Wenn die Versicherungsgesellschaft das "auf den Mann" runterrechnet zahlt sie drauf. Ja.
    Nur: So rechnen die Versicherer nicht.


    .


    dein Wort in Gottes Ohr


    ich wurde in die örtliche Vertretung meines Rechtschutzversicherers gebeten - zu einem Gespräch
    na gut, dachte ich, geh halt mal hin


    dort wurde ich von zwei Herren bearbeitet
    man bequatschte mich von zwei Seiten, meinen "alten" Vertrag umzuändern, der neue war natürlich teurer, hatte Selbstbeteiligung, einige Ansprüche fielen weg, die im alten Vertrag aus den Achtziger Jahren noch mit drin waren....


    als ich mich nicht "einsichtig" zeigte, wurde der Ton rauher
    man zog eine Kostenbilanz heraus, und wortwörtlich wurde mir erläutert, man würde an mir "nichts verdienen"
    und man könne den Vertrag auch einfach auslaufen lassen , diese Nichtverlängerung würde mir Nachteile bringen , falls ich einen neuen Vertrag woanders abschließen möchte etc etc.


    also -mittlerweile hat mich natürlich göttlicher Zorn ergriffen, so in die Mangel genommen zu werden - und ich wurde ziemlich ungemütlich, was den beiden Herren schließlich auch unangenehm wurde (ich kann sehr böse werden 8) )


    ich dachte mir, wer hier weniger widerstandsfähig wäre, hätte unterschrieben


    ich unterschrieb nichts, sondern noch am selben Tag eine Beschwerde an die Zentrale mit dem Titel "D.A.S. geht nun gar nicht !"


    keine Antwort
    sondern nach ein paar Monaten ein Schreiben, man würde den Vertrag zum xxx.xxx.xxx. "vereinbarungsgemäß" auslaufen lassen und nicht mehr verlängern
    was dann auch geschah


    der Versuch, nach ca. einem halben Jahr eine neue Rechtschutzversicherung abzuschließen (per Internet) bei der Konkurrenz schlug fehl,
    ich sollte ihnen zuerst eine Kostenaufstellung meiner alten Versicherung zukommen lassen, .............

    , den Clown von der Gewerkschaft kann man vergessen, .
    .


    na ja,


    hier mal ein paar fehlende Stunden eingeklagt - Recht bekommen
    dort mal einen Urlaubsanspruch durchgesetzt - Recht bekommen
    Klage gegen Änderungskündigung - Recht bekommen


    alles Sachen fürs Arbeitsgericht
    und da zahlt jede Partei ihre Kosten selbst - zumindest in der ersten Instanz - egal, ob sie gewinnt oder verliert


    also entstehen jedesmal Kosten für die Arbeitsrechtschutzversicherung, und Anwälte sind nicht billig


    da die Versicherung nun kein Geld mit dir verdient, sondern im Gegenteil heftig draufzahlt,
    will man dich loswerden...und wird man auch


    dann bleibt nur noch der "Clown" von der Gewerkschaft,
    die werfen dich nämlich nicht raus.............


    Gerade zum Thema Urlaub ist es immer schwierig, alle Interessen unter einen Hut zu bekommen. Und wie überall: Wird eine Betriebsvereinbarung getroffen, sind damit zwar alle dran gebunden (Unternehmen wie jeder einzelne Arbeitnehmer), aber ob alle damit auch einverstanden sind steht auf einem anderen Blatt.


    die Frage, ob man es allen immer Recht machen kann, will ich ja gar nicht aufwerfen


    aber es gehört zu den Aufgaben des BR, in Bereichen, in denen der AG faktisch völlig freie Hand hat , wie z.b. Urlaubsgewährung,
    Regelungen zu finden, mit denen beide Seiten leben können


    dazu räumt ihm das Gesetz Mitbestimmungsrechte ein, die es auch zu nutzen gilt


    dazu gehört auch der Umstand, dem AG aufzuzeigen, daß er - deswegen ist er AG - ein Betriebsrisiko zu händeln hat, das er nicht dadurch minimieren kann, indem er es unter Missachtung bestehender Gesetze und Rechtssprechung auf den AN verlagert,


    also sind gerade im Punkt "Urlaub" Vereinbarungen zwingend notwendig, an die sich auch ein AG zu halten hat
    will er Urlaubsplanung am Jahresanfang ( ok, verständlich), dann soll es auch Fristen geben, bis wann verbindlich dem Antrag des AN zuzustimmen oder gfs.abzulehnen wäre, bzw. wann eben durch "Nichtstun" des AG der Antrag als genehmigt gilt


    und so unangenehm es dem AG ist, sich festlegen zu wollen oder so bequem es wäre, bis kurz vor knapp zu warten, Urlaube zu genehmigen oder auch nicht, sehe ich den BR hier in der Pflicht, für die AN einzutreten - um größtmögliche Sicherheit zu schaffen


    "Statisten-BRs" hab ich genug erlebt
    das fängt damit an, sich nicht entsprechend zu schulen , um den Aufgaben gewachsen zu sein,
    bis zu Umständen, daß sich BR-Vorsitzende irgendwann als "Mini-Chefs" fühlen, Verbrüderungen mit dem AG stattfinden,
    mit allen möglichen Nuancen im Feld zwischen "Ahnungslosigkeit" und "Großmannsucht"


    ich hab selbst als BRV erlebt, wie man vom AG "hofiert" wird, wie der AG versucht, zu "korrumpieren",
    und wieviele Kollegen der Versuchung erlagen.........