Beiträge von Specialist

    Wir zum Beispiel nicht, und meine Vorgängerfirma auch nicht. Da waren wir auch nur 14 Leute.


    Deshalb dran denken: nicht jeder kann auf den BR hoffen.


    ;)


    das ist ja eines der Hauptprobleme in unserer Branche : Hoffen


    man "hofft" darauf, regelmässige Lohnerhöhungen zu bekommen, aber selbst aktiv wird kaum jemand, und wenn es nur darum geht, die Organisation zu unterstützen, die unsere Rechte vertritt, und sei es nur durch eine (passive) Mitgliedschaft


    und auch beim Betriebsrat ist es dasselbe
    der fällt nicht vom Himmel, gibt es keinen, kann man einen gründen
    darauf zu hoffen, es wird irgendwann jemand anderer tun, oder zu lamentieren "wir haben keinen BR" , hilft nichts




    § 1 BetrVG Errichtung von Betriebsräten






    (1) In Betrieben
    mit in der Regel mindestens fünf ständigen wahlberechtigten
    Arbeitnehmern, von denen drei wählbar sind, werden Betriebsräte gewählt

    es bedeutet erstmal, daß es keine schnelle und unkomplizierte Einigung geben wird


    es bedeutet weiter, selbst wenn es eine Einigung gibt, wird der "kleine Mann" davon nicht sonderlich profitieren, weil irgendwelche Erhöhungen des Stundenlohnes einhergehen werden/sollen mit entsprechenden Kürzungen/Verrechnungen von Zuschlägen


    wenn bisher z.B. 7,50 Mindestlohn bezahlt wurde, kamen Nacht-,Sonn-,Feiretagszuschläge noch obendrauf
    der AG-Verband möchte nun , falls es zu einer Erhöhung des Mindestlohns kommen soll, diese Zuschläge mit einberechnen,
    also falls du nun 8,50 bekommen sollst, aber die Zuschläge nicht mehr extra oben drauf kommen , sondern mitberechnet werden können, könnte dies unter dem Strich ein erhebliches Minus im Geldbeutel bedeuten, obwohl auf den ersten BLick der Stundenlohn angehoben wurde


    der Arbeitgeberverband befürchtet Wettbewerbsnachteile für seine Mitglieder, die Gewerkschaft fürchtet Kompetenzgerangel zwischen Bundes- und Länderebene in ihren Verbänden, die öffentliche Hand, die großspurig für Mindestlöhne eintritt, führt sie durch entsprechende Ausschreibungen selbst ad absurdum,


    und der kleine Mann fällt durchs Raster


    einfach nur zum .................


    :puke:

    wenn es einen Betriebsrat gibt, sollte doch alles in Butter sein


    es gehört zu seinen Aufgaben sich zu kümmern,
    und dazu schließt er mit dem AG eine- zu Not erzwingbare - Betriebsvereinbarung zum Thema "Urlaub" ab


    Urlaubssperre wäre ebenfalls mitbestimmungspflichtig, die kann der AG nicht einseitig bestimmen, wenn ein BR existiert


    und ein kleiner Objektleiter dürfte hier auch nicht so selbstherrlich rumeiern.....


    aber wenn es nur ein Statisten-Betriebsrat ist, wie oft zu beobachten, hat man schlechte Karten

    die "Macht" ist mit ihnen .............


    was scheren da noch Arbeitsrecht und Co :mecker:


    es hängt eben viel von der "Firmenkultur" ab
    wenn Chef nicht vorlebt, wie man korrekt mit Mitarbeitern umgeht bzw. umgehen soll, werden auch die Objekt-oder Schichtleiter
    eher wie mittelalterliche Provinzfürsten agieren ..................

    Gewerkschaftsmitgliedschaft sollte Standart sein (aus vielen Gründen)
    Arbeitsrechtschutz, private UNfallversicherung und was sonst noch alles im Beitrag enthalten ist (den man übrigens auch noch steuerlich absetzen kann), GUV Fakulta (sehr zu empfehlen) sind ja nette Dreingaben


    ob sie im Arbeitsrecht immer erste Wahl sind, kömmt darauf an
    man hat keine freie Anwaltswahl, kann auch an einen mehr oder weniger ahnungslosen Rechtssekretär geraten, der dann den Fall vor Gericht total versemmelt....
    da gibt es pro und contra



    und zum grundsätzlichen Problem:
    man müsste halt schauen, was man nun genau abgesichert haben möchte
    ob mit/oder ohne Selbstbeteiligung
    Angebote vergleichen (evtl. über ein Internetportal)
    auch das Kleingedruckte beachten
    die billigsten übriggebliebenen Anbieter noch etwas durchgoogeln, was es so für Erfahrungsberichte gibt.......,
    vielleicht wäre auch ein etwas teurerer der bessere


    und dann abschließen (Wartezeit gibt es ja auch noch, bis die Versicherung greift)

    eines der unglücklichsten Streitthemen überhaupt


    warum ? weil die Rechtsprechung letztendlich dem Arbeitnehmer zumutet, seinen Urlaubsanspruch zum von ihm gewünschten Zeitpunkt gerichtlich durchsetzen zu müssen, wenn ihn der AG (oder der damit beauftragte Vertreter) nicht gewährt


    grundästzlich ist es so :


    dir steht Urlaub zu , das ist unbestritten


    den beantragst du zu dem von dir gewünschten Zeitpunkt - so weit so gut


    laut BUrlG hat der AG nur zwei "Leistungsverweigerungsgründe", den Urlaub nicht wie gewünscht genehmigen zu müssen,
    die stehen im § 7 BUrlG:


    "daß ihrer Berücksichtigung dringende betriebliche Belange oder
    Urlaubswünsche anderer Arbeitnehmer, die unter sozialen Gesichtspunkten
    den Vorrang verdienen, entgegenstehen "


    und jetzt beginnen die Probleme:


    selbst wenn keine dieser Gründe vorliegen, kannst du nicht einfach in den Urlaub fahren (Selbstbeurlaubung, Grund zur fristlosen Kündigung), fall der AG nicht genehmigt, sondern müsstest gerichtliche Hilfe in Anspruch nehmen -
    und wer tut das schon......................


    es ist natürlich Unsinn, daß im Gewerbe im Dezember "Urlaubssperre" herrsche,
    Urlaubssperre bedeutet nichts anderes, als daß ein AG ankündigt, für einem bestimmten Zeitraum keine Urlaubsanträge genehmigen zu wollen, er führt dazu meistens "dringende betriebiche Belange an", die aber oftmals keiner gerichtlichen Überprüfung standhalten,
    aber er weiß ja, es geht kaum jemand vor Gericht...............


    auch "der Neue" zu sein, wäre kein wirksamer Leistungsverweigerungsgrund


    zusätzlich käme noch ins Spiel, daß man bereits im Januar einen Antrag eingereicht hat ( vielleicht sogar auf Wunsch des AG, damit der planen kann...) und Anspruch darauf hätte, daß darüber zügig entschieden wird,
    Mitte August ist aber alles andere als "zügig"


    was bleibt dir im Endeffekt übrig ?


    - es hinnehmen, wie der AG meint
    - nochmals verhandeln, vielleicht geht noch was
    - Anrufung Arbeitsgericht, um Urlaub zum gewünschten Zeitpunkt zu erzwingen


    gibt es einen Betriebsrat ?
    der hätte auch noch mitzuschwafeln und könnte helfen


    § 87 BetrVG Abs. 1 Punkt 5


    Aufstellung allgemeiner Urlaubsgrundsätze und des Urlaubsplans sowie die
    Festsetzung der zeitlichen Lage des Urlaubs für einzelne Arbeitnehmer,
    wenn zwischen dem Arbeitgeber und den beteiligten Arbeitnehmern kein
    Einverständnis erzielt wird;


    PS: Hinweis an Admin - könnte man dies nicht als "neues Thema" abtrennen ?

    ich war über 25 Jahre bei einer Rechtschutzversicherung, die jetzt gerade wieder im Fernsehen werben , als beste (mit Testergebnis etc etc.)


    nach einer Betriebsschließung vor ca. 4 Jahren und darauf fußenden Prozessen vor dem Arbeitsgericht wurde mir im Anschluß gekündigt, weil ich mich weigerte, einen "modifizierten neuen" Vertrag abzuschließen


    und wenn dir mal von jemandem gekündigt wurde, kriegst du so einfach keine neue Rechtschutzversicherung


    Fazit : solange du einer Versicherung kein Geld kostest ( was bei Arbeitsgerichtssachen eigentlich immer der Fall ist, da in der 1.Instanz jeder seine Kosten selbst trägt, egal, ob er gewinnt oder nicht)


    und solange du keiner vorsätzlichen Straftat beschuldigt wirst ( z.b. Körperverletzung, Beleidigung etc.,da greifen auch nur ganz spezielle Versicherungen, wenn es sie überhaupt noch gibt...)


    sind eigentlich fast alle der Üblichen Verdächtigen empfehlenswert oder eben auch nicht

    diese ständigen - unter dem Strich Nullsummenrechnungen - kotzen doch an


    beim Stundenlohn ein bisschen mehr, dafür Urlaub, Zuschläge , was auch immer, etwas weniger


    unter dem Strich - wird nicht mal die Inflation ausgeglichen



    und warum ? weil in dieser Branche einfach viel zuwenige den Ar... in der Hose haben, zu kämpfen
    bzw. der Gewerkschaft beizutreten, damit die eine Verhandlungsmacht bekommt,
    und nicht nur hofiert wird, um Tarifverträge abzuschließen, die letztendlich nur dazu nötig sind, Öffnungsklauseln im Gesetz nutzen zu können, die man ohne Tarifvertrag gar nicht nutzen könnte


    die Milchmädchenrechnung lautet immer : dann muß ich halt noch ein paar Stunden mehr machen, wenn ich mehr verdienen will


    was möglich wäre, zeigt die Sache bei den Luftsicherheitsassistenten...........

    Wie wäre es mal mit "Back to the Roots"? Ich dachte, hier geht es um das Umgehen des Mindestlohns?


    genau


    ein Trick ist z.B. das Abziehen von Pausenzeiten vom Lohn, obwohl ein Auftraggeber die Zeit durchbezahlt und aufgrund eines Einzelarbeitsplatzes , der ständig besetzt sein muß, und natürlich keine Ablösung durch einen Kollegen erfolgt, weil es keinen gibt, keine Pause möglich ist


    ich kenne Fälle, da wird pro Mitarbeiter in der 12 Std-Schicht vom Lohn 1 Stunde Pause abgezogen, obwohl keine Möglichkeit besteht, Pause zu machen


    also arbeitet der Mann/Frau 12 Std, bekommt aber nur 11 bezahlt ......das könnte man jetzt mal hochrechnen


    :puke:

    ich bin ja nun seit 2 Monaten bei meinem neuen AG
    und hatte bereits das 4.Gespräch mit den oberen Herren, ob ich mich denn wohlfühlen würde, ob mit den Stunden alles passt, ich solle mich sofort melden, wenn etwas nicht richtig läuft, etcetc.


    das wird mir fast unheimlich :D
    solche AG hatte ich in dieser Branche noch nicht kennengelernt, obwohl ich auch schon gut 30 Jahre im Gewerbe rumhänge ;)


    viele Mitarbeiter sind dort schon 10,20 , teilweise 30 Jahre
    fast wie eine große Familie
    ein Traum im Vergleich zu vielen anderen Firmen.............

    ich meine, eine Frage, wie man behandelt wird - als Mensch, wertvoller Mitarbeiter oder als austauschbare Nummer
    fühlt man sich wohl, zieht man mit, wenn es nicht anders geht,
    wird man gut behandelt, ist einem auch die Firma nicht völlig egal


    ein AG, der mal schnell gratis 100l Wasser und Schorle für 30 Mann herankarren lässt, weil wir eben Hitzewelle haben
    oder
    ein AG, der nach einem erfolgreichen Großeinsatz ein Abendessen beim Jugoslawen für 12 Mann spendiert


    der darf mich auch mal anrufen, obwohl ich gerade frei hätte.....


    aber viele AG fordern eben nur.......sehen es als selbstverständlich an ......und vergessen schnell, daß Gefallen erwiesen wurden, wenn man selbst mal was braucht.........

    nicht nur bei euch ein Streitthema


    ich habe mir angewöhnt, wenn ich etwas wichtiges vor habe, bin ich nicht erreichbar
    ansonsten helfe ich gerne aus, wenn Not am Mann ist und ich nicht sowieso schon stundenmässig auf dem Zahnfleisch daherkomme


    eine grundsätzliche telefonische Erreichbarkeit in der Freizeit kann der AG nicht verlangen,
    wenn ich erreichbar sein will, bin ich es auch (eine Hand wäscht die andere, das klappt bei uns ganz gut)

    wenn man weiß, was der AG müsste
    er tut es aber nicht


    und man vielleicht noch weiß, wen man informieren könnte, um den AG zu zwingen, zu tun, was er müsste,
    aber sich davor scheut, dies zu tun


    ist es eigentlich für das eigene Seelenheil besser, nichts zu wissen sm-oke

    kenn ich nicht, Worthülse


    meiner Meinung nach zwei unterschiedliche Probleme :


    erstes Problem :
    es gibt drei Arten , egal wie man sie nennt, die man unterscheiden kann :


    - Arbeitszeit (man verrichtet die vertragsmässig geschuldete Arbeit)
    - Arbeitsbereitschaft (man hält sich an einem vom AG bestimmten Ort "bereit", ohne Arbeitsleistung zu erbringen und nimmt bei Bedarf die Arbeit wieder auf)
    - Rufbereitschaft (man hat Ruhezeit, kann tun und lassen, was man will wo man will, und wird im Bedarfsfall gerufen, tätig zu werden)


    bei den ersten beiden ist der vereinbarte normale Arbeitslohn zu zahlen, also mindestens Mindestlohn
    bei letzterer besteht auch Vergütungspflicht, allerdings kann diese auch nach unten abweichen


    eine "Aktivbereitschaft" würde ich der Schilderung nach in die Kategorie Zwei einordnen, also volle Bezahlung



    zweites Problem :
    Arbeitsverdichtung
    der AN muß das leisten, was er kann, ohne sich bewusst zurückzuhalten
    ist das geforderte Pensum nicht zu erreichen, kann auch nicht wirksam abgemahnt bzw. verhaltensbedingt gekündigt werden
    es bleibt aber das Problem, dieses Pensum im Ernstfall gerichtlich überprüfen lassen zu müssen,
    wobei man nicht weiß, was ein Richter schließlich entscheidet


    die Argumentation des AG beisst sich aber :


    wenn der Arbeitsanfall in 12 Std so hoch wäre, daß keine ausreichende Bereitsschaft möglich wäre, wie will er denn verlangen können, den bisherigen Arbeitsanfall in kürzerer Zeit (ca.30% von 12 Std müssten Arbeitsbereitschaft sein) zu schaffen ?


    ich schätze mal, der Riegel, den man dieser Idee vorschieben könnte, ist schon geschmiedet,
    es müsste halt nur jemand vor Gericht ziehen

    Was gibts eigentlich aktuell für Infos zu einem neuen Lohntarifvertrag in Bayern ?


    man hört gar nichts :cursing:


    auf der Verdi-Seite ist auch nichts zu finden ......................


    hat da jemand Erkenntnisse ?

    Es gibt ja in unserer Branche alle möglichen Konstellationen :


    einige Firmen stellen den AN komplette Dienstkleidung kostenlos zur Verfügung (wie im MRTV vorgesehen), teilweise auch gegen Kaution, andere Firmen "verlangen" eine bestimmte farbliche Kleidung (z.b. schwarze Hose, weißes Hemd), ohne irgendetwas zur Verfügung zu stellen (vielleicht höchstens noch eine Krawatte mit aufgedrucktem Firmenlogo), andere verlangen, Dienstkleidung käuflich bei ihnen zu erwerben, die dann auch verpflichtend zu tragen ist.................................


    was meint ihr ?


    ist der AG verpflichtet, geeigneten Regenschutz zur Verfügung zustellen , wenn Dienste überwiegend/meistens/ab und zu im Freien zu verrichten sind ?


    oder kann er dies -nach dem Motto, soll sich jeder selbst etwas besorgen - gänzlich auf den AN abwälzen ?


    genügt es, eine wasserabweisende Dienstjacke ohne Kapuze zu stellen, die dann u.U. nach 10 min völlig durchweicht ist ?
    reicht es, irgendwo ein paar Regenschirme abzustellen, an denen man sich im Fall der Fälle bedienen kann ?

    Fachkraft für Schutz und Sicherheit wird in NRW mit 13,92€ tariflich gelistet
    geprüfte Schutz und Sicherheitskraft mit 13,59 €


    wenn ich mal für Bayern spreche, gibt es kaum bis gar keine Stellen, die Fachkräfte für Schutz und Sicherheit fordern, also auch dementsprechend tariflich bezahlen


    zumeist werden die alten IHK-Werkschutzfachkräfte bzw. die neuere Form (geprüfte Schutz und Sicherheitskraft) gesucht und auch bezahlt,
    weshalb es vielleicht erstmal zu überlegen wäre, statt der FSS lieber die GSSK zu machen


    mit den Meistern ist es auch so eine Sache
    im Tarif noch nicht geregelt, also lohnmässig Verhandlungssache
    der Bedarf geht auch eher Richtung Null


    Luftsicherheitsassistenten werden meines Wissen gesucht, da findet man relativ leicht etwas ( mit den enstprechenden Voraussetzungen)
    und wer in der Nähe eines Flughafens wohnt, für den ist das sicherlich keine schlechte Alternative
    im Lohntarif für NRW sind Tätigkeiten nach §§ 8 und ) LuftSiG mit 9,75€ (nach der Probezeit) aufgeführt,
    Tätigkeiten nach § 5 LuftSiG mit 13,60€ (nach der Probezeit) aufgeführt


    In dem Tarifentwurf ist z.B. auch erstmal eine Eingruppierung des Meisters für Schutz und Sicherheit drinne.


    soweit ich weiß, ist dies bisher bloß in Hessen der Fall
    Meister für Schutz und Sicherheit wird mit 14,38€ gelistet ( im Vergleich Fachkraft für Schutz und Sicherheit 12,29€)
    allerdings liegen Sicherheitsmitarbeiter im öffentlichen Personenverkehr oder Citystreife im kommunalen Auftrag auch schon bei 13,75€
    (ohne Fachkraft oder Meisterprüfung)