Beiträge von Specialist

    sämtliche derzeit von den AG vorgeschlagenen Modelle zum Wegfall/Kürzung etwaiger steuerfreier Zuschläge durch Einberechnung
    in den Stundenlohn sind Mogelpackungen


    es wird wieder zig Ausnahmen geben ( der AG wird sicherlich keinen Zuschlag in einen Stundenlohn einrechnen, der bisher schon aufgrund der üblichen Arbeitszeiten keinen Zuschlag erhielt)


    ich bin sehr für vernünftige Stundenlöhne
    auch Mindestlöhne sollten nicht nur das "Überleben" sichern, sondern sich deutlich vom Hartz-IV-Niveau abheben


    aber bin absoluter Gegner, dafür Zeitzuschläge abzuschaffen

    ich halte es für den falschen Weg, steuerfreie Zuschläge abzuschaffen, um dadurch auf auf den ersten Blick "vernünftige" Stundenlöhne zu kommen


    wir dürfen nicht vergessen, welche Nachteile AN in Kauf nehmen (müssen), wenn sie , wie in unserer Branche, Tag für Tag rund um die Uhr arbeiten müssen


    und da sogar der Gesetzgeber (noch) Steuerfreiheit für gewisse Zuschläge zugesteht (die in unserer Branche schon größtenteils unter den gesetzlich tolerierten Prozentzahlen liegen)
    wäre es in meinen Augen indiskutabel - gerade wenn es um MIndestlöhne geht - hier noch weiter zu verschärfen


    man löst damit weder das Problem, wie hoch ein evtl. MIndestlohn ausfallen müsste, um einigermasssen würdig leben zu können,
    noch die anstehende Problematik bei zukünftigen Renten

    Der Absturz wird schlimm und der Aufschlag auf dem Boden der Tatsachen sehr heftig.


    Und nun du...



    es dürfte niemanden überraschen, daß Mindest- oder Niedriglohn alleine keinesfalls zu einer auskömmlichen Rente führen wird,
    wie sich dieses Land in den kommenden Generationen Lösungen für die Rentenproblematik vorstellt, die sich andeutet, möchte ich gar nicht wissen,



    für viele von uns sind sogar schon heute die steuerfreien Zuschläge die einzige Möglichkeit, einigermassen über die Runden zu kommen,


    und da ich badisch-nsl zustimme, daß es kaum durchsetzbar wäre, wegfallende Zuschläge so in einen Stundenlohn einzupflegen, daß dem AN heute zumindest das gleiche Geld im Geldbeutel bleibt,


    wird es immer ein Minusspiel bleiben,
    egal wie derartige Pläne "schöngerechnet" werden


    im Endeffekt hat der AN (noch) weniger in der Tasche, als er bisher schon hat
    (aber die Aussicht, auf ein paar Cent mehr Rente, was aber nichts daran ändert wird, daß man trotzdem "verarmt", falls man im Alter nichts mehr dazuverdienen kann, nichts geerbt oder anderweitig privat vorgesorgt hat bzw. abgesichert ist)

    ...und die Absenkung der Nachtschichtzuschläge auf 5% in manchen Bundesländern kommt ja schon nahe an eine Abschaffung heran...........................


    das Argument, steuerfreie Zuschläge würde nicht auf die Rente angerechnet, ist für mich keines
    denn im Moment ist es für viele wichtiger, diese Zuschläge jetzt netto im Geldbeutel zu spüren,
    als später mal ein paar Euro fuffzig mehr Rente zu bekommen

    vergessen wir nicht :


    die Realität sind überwiegend ausgemusterte Altmöbel oder uraltes Billigmobiliar bzw. Schrott- oder Billigstühle,


    die arbeitsplatztechnischen Zustände eines badisch-nsl mit ergänzenden Seminaren wird wohl für die allermeisten Utopie sein und bleiben


    und zum anderen : auch der beste Stuhl wird nicht verhindern, daß ständiges "rumsitzen" früher oder später zu Gesundheitsproblemen führt, falls man nicht durch Sport/Training ausgleichend dagegenarbeitet

    den muß jede Woche ein anderer Mitarbeiter kaufen :D


    5 min zu spät = 1 Staubmagnet
    zusätzliche Schicht nicht übernommen = 2 Staubmagneten
    Stechstelle vergessen = 1 Staubmagnet...........................


    obwohl, wenn ich zurückblicke auf das eine oder andere Objekt, würde ein Staubmagnet nicht helfen,
    wenn ich daran denke, welcher Schlonz da auf den Bildschirmen teilweise anhaftete,
    da hätten schon feuchte Reinigungstücher ihre Probleme


    und Computertastaturen : ein Thema für sich


    "Bisher glaubte man, dass die Klobrille von öffentlichen Toiletten am
    stärksten keimbelastet ist, doch nach neueren Untersuchungen wurde dies
    widerlegt. Eine durchschnittliche PC-Tastatur beherbergt bis zu 400 Mal
    mehr Bakterien als ein Toilettensitz."
    http://www.gesundheitstrends.d…ipps/computertastatur.php

    Arbeitsstättenverordnung


    § 4 Besondere Anforderungen an das Betreiben von Arbeitsstätten



    (2) Der Arbeitgeber hat dafür zu sorgen, dass Arbeitsstätten den
    hygienischen Erfordernissen entsprechend gereinigt werden.
    Verunreinigungen und Ablagerungen, die zu Gefährdungen führen können,
    sind unverzüglich zu beseitigen.




    es soll gar nicht so selten vorkommen, daß die Reinigung von Diensträumen den Mitarbeitern vor Ort aufs Auge gedrückt wird
    deshalb möchte ich diesen Punkt mal zur Diskussion stellen


    wie schauts aus ?


    selber putzen ? selbst den Müll entsorgen ?
    muß der AN diesen Anweisungen nachkommen ?
    kann der AG diese Pflichten auf den AN übertragen ?
    müssen die AN "ihre" Diensträume selbst reinigen oder haben sie Anspruch darauf, daß der AG "reinigen lässt" ?


    Das LAG Rheinland-Pfalz (Az: 9 Sa 427 / 0 8 ) hatte einen derart gelagerten Fall zu entscheiden,

    und stellte fest, es wäre grundsätzlich nicht unmöglich, diese Pflichten auf den AN zu verlagern, allerdings müsse im Einzelfall das "billige Ermessen" berücksichtigt werden:



    "Zwar
    kann der Arbeitgeber seine aus § 618 BGB folgenden Verpflichtungen auch durch
    eigenes Personal erfüllen. Eine Erfüllung der Pflicht durch Aufnahme einer
    Reinigungstätigkeit durch den Kläger selbst ist allerdings rechtlich nicht
    möglich, da unter Berücksichtigung der Eingruppierung und Stellung des Klägers
    eine Anweisung zur Reinigung diesem gegenüber durch das arbeitsvertragliche
    Direktionsrecht nicht gedeckt ist."





    in diesem konkreten Einzelfall war also ein Büroleiter nicht verpflichtet, die vom AG geforderten Reinigungsarbeiten selbst zu erledigen,
    inwieweit dies aber auch für "normale" Arbeitnehmer gelte, blieb offen, da nur dieser Büroleiter geklagt hatte


    grundsätzlich umfasst aber das Direktionsrecht nur die Möglichkeit, "gleichwertige" Arbeiten zu übertragen bzw. anzuweisen





    weiter geht die Reise in unbekannte Gebiete , ein weiterer interessanter Paragraf aus dem großen Märchenbuch :




    § 8 ArbSchG Zusammenarbeit mehrerer Arbeitgeber






    (1) Werden
    Beschäftigte mehrerer Arbeitgeber an einem Arbeitsplatz tätig, sind die
    Arbeitgeber verpflichtet, bei der Durchführung der Sicherheits- und
    Gesundheitsschutzbestimmungen zusammenzuarbeiten. Soweit dies für die
    Sicherheit und den Gesundheitsschutz der Beschäftigten bei der Arbeit
    erforderlich ist, haben die Arbeitgeber je nach Art der Tätigkeiten
    insbesondere sich gegenseitig und ihre Beschäftigten über die mit den
    Arbeiten verbundenen Gefahren für Sicherheit und Gesundheit der
    Beschäftigten zu unterrichten und Maßnahmen zur Verhütung dieser
    Gefahren abzustimmen.
    (2) Der Arbeitgeber
    muß sich je nach Art der Tätigkeit vergewissern, daß die Beschäftigten
    anderer Arbeitgeber, die in seinem Betrieb tätig werden, hinsichtlich
    der Gefahren für ihre Sicherheit und Gesundheit während ihrer Tätigkeit
    in seinem Betrieb angemessene Anweisungen erhalten haben.





    im Klartext : auch der Auftraggeber ist gefordert, es genügt nicht, einfach Aufgaben auf einen externen Dienstleister zu verteilen nach dem Motto : Ich bin Kunde und bezahle für diese Dienstleistung, wie ihr das hinbekommt, ist eure Sache



    genausowenig wie der eigene Arbeitgeber sich aus der Sache herauswinden kann, indem er lapidar mitteilt, der Auftrag würde eben dies und das beinhalten, die Vorgaben kämen vom Auftraggeber, er hätte keinerlei Einfluß auf die Bedingungen vor Ort



    wie läuft es in der Praxis ab ? selten arbeiten Auftraggeber/Arbeitgeber zusammen, öfters schiebt der eine den schwarzen Peter dem anderen zu



    wer darf es ausbaden : der Mitarbeiter vor Ort

    Wobei die Unterweisung in Sachen Arbeitssicherheit (vorgeschrieben bei Neueinstellung, bestimmten Änderungen und im Bedarfsfall auch wiederholt) nichts mit der Einweisung zu tun hat.
    In der Arbeitssicherheit gibt es kein "learning by doing" -


    och, da könnte ich genug Beispiele anführen
    wo man sich einfach "Unterweisungen" spart, sondern darauf setzt, daß bestimmte Dinge per Mundpropaganda weitergegeben werden


    aktuell gerade wieder erlebt : eine bestimmte Firma ist beauftragt, per Zaunabsperrung einige Bereiche abzutrennen bzw. vor unbefugtem Zutritt zu schützen,
    die kommen an mit Gabelstapler, stellen in unregelmässigen Abständen schwere Kästen auf, aus denen dann ein Drahtzaun ausgerollt wird, mittels mehrerer mobiler Metallpfosten, Hebel und Kurbeln gespannt und im nächstfolgenden Kasten eingehängt wird,


    da heißt es dann lapidar, sollte der Zaun Wochenende/Nachts umstürzen/durch Unbefugte ausgehängt/hochgehoben werden,
    muß der Sicherheitsdienst das Teil wieder neu aufbauen


    wie und was interessiert erstmal niemanden, der Zaun steht ja
    es kommt wie es kommen muß : 1. Wochenende, und jeder Besucher hängt an diesem Zaun, natürlich wird er verschoben, ausgehängt, fällt um


    man versucht sich dann zu zweit am Maschendrahtzaun ( beim Originalaufbau waren 6 Mann involviert) mit weißem Hemd und Krawatte, ohne Arbeitshandschuhe und Unterrichtung ( man muß selbst herausfinden, wie man unter Zug und Zwang dieses Teil am besten wieder aufrichtet, ohne daß es einem um die Ohren fliegt )
    Ergebnis : 1 Std Arbeit, Hemd versaut, Hose verdreckt, Finger aufgerissen, beinahe Metallpfosten auf den Schädel bekommen -Juhu


    natürlich : es existiert offiziell keine Dienstanweisung , niemand wurde unterrichtet , es wird einfach erwartet, daß man es hinbekommt


    die nächsten 4-5 Wochenenden hält der Zaun,
    also ist das Thema wieder nicht mehr aktuell, keiner denkt mehr daran


    bis dann vielleicht das Spiel am sechsten Wochenende mit zwei neuen Kollegen von vorne beginnt

    das Thema "Arbeitssicherheit" ist in den meisten Betrieben im Sicherheitsgewerbe einfach nicht existent
    man kann beliebige §§ , z.b. aus dem ArbSchG , herausnehmen


    Science Fiktion für die meisten Arbeitnehmer :




    § 5 ArbSchG Beurteilung der Arbeitsbedingungen






    (1) Der Arbeitgeber
    hat durch eine Beurteilung der für die Beschäftigten mit ihrer Arbeit
    verbundenen Gefährdung zu ermitteln, welche Maßnahmen des
    Arbeitsschutzes erforderlich sind.



    das wären die bereits angesprochenen "Gefährdungsbeurteilungen"


    (2) Der
    Arbeitgeber hat die Beurteilung je nach Art der Tätigkeiten vorzunehmen.
    Bei gleichartigen Arbeitsbedingungen ist die Beurteilung eines
    Arbeitsplatzes oder einer Tätigkeit ausreichend.
    (3) Eine Gefährdung kann sich insbesondere ergeben durch 1.
    die Gestaltung und die Einrichtung der Arbeitsstätte und des Arbeitsplatzes,



    man sitzt 12 Std in einer abgetakelten Pforte mit ausgemusterten Bürostühlen und starrt auf Bildschirme
    Anforderungen an Bildschirmarbeitsplätzen, geeignete Bestuhlung (24-Std-Stühle) Fehlanzeige,


    2.
    physikalische, chemische und biologische Einwirkungen,



    z.b. starke Hitze, extreme Kälte, Nässe
    alles Probleme, auf die ein AG angemessen reagieren müsste, wie schaut die Realität aus ?
    3.
    die
    Gestaltung, die Auswahl und den Einsatz von Arbeitsmitteln,
    insbesondere von Arbeitsstoffen, Maschinen, Geräten und Anlagen sowie
    den Umgang damit,



    kann wohl fast jeder ein Lied davon singen, mit welchem "Müll" man teilweise arbeiten muß

    4.
    die Gestaltung von Arbeits- und Fertigungsverfahren, Arbeitsabläufen und Arbeitszeit und deren Zusammenwirken,



    insbesondere das Thema "Arbeitszeit", auch z.b. Dienstpläne nicht nur unter dem Gesichtspunkt "Hauptsache, die Schicht ist besetzt", sondern auch mal unter dem Aspekt der Gesundheitsgefährdung überprüfen5.
    unzureichende Qualifikation und Unterweisung der Beschäftigten.



    schlechte bis gar keine Unterweisung, "learning by doing",




    das Thema "Arbeitssicherheit" im Bewachungsgewerbe gleicht einer Reise auf den Mars : völlig unbekanntes Terrain

    man müsste sich aber schonmal die genaue Formulierung im Arbeitsvertrag anschauen


    der Umstand, daß ein bestimmtes Objekt "als Arbeitsort" angegeben ist, wie geschildert, muß ja nicht grundsätzlich heißen, daß bei Wegfall des Objektes bzw. Ablehnung des Auftragebers der Arbeitsvertrag automatisch endet

    das Problem ist,


    1. man hat so gut wie keine Möglichkeiten dagegen vorzugehen, wenn ein Auftraggeber einen weiteren Einsatz bei sich ablehnt


    2. der Arbeitsvertrag ist ausdrücklich auf dieses bestimmte Objekt bezogen


    3. eine Weiterbeschäftigungsmöglichkeit (unter geänderten Bedingungen) wurde angeboten und abgelehnt


    somit könnte der AG von hause aus gleich mal betriebsbedingt kündigen
    oder er könnte eine Änderungskündigung aussprechen ( Beendigungskündigung für den alten Arbeitsvertrag, neues Angebot zur Weiterbeschäftigung)


    gegen eine betriebsbedingte Kündigung müsste man innerhalb drei Wochen klagen
    eine Änderungskündigung könnte man unter Vorbehalt annehmen und ebenfalls binnen drei Wochen klagen
    ( was dazu führt, daß man erstmal unter den neuen Bedingungen weiterarbeitet)
    lehnt man die Änderungskündigung ab, ist man nach Ablauf der Kündigungsfrist erstmal raus, müsste also auch Klage erheben


    ich fürchte mal, wenn du weiterhin dort arbeiten willst, bleibt dir nichts anderes übrig, als das neue Angebot anzunehmen
    einer Klage würde ich wenig bis gar keine Chancen einräumen


    einen "passenden" Arbeitsplatz muß dein AG nicht anbieten
    er müsste lediglich darauf schauen, ob du auf einem "freien" Arbeitsplatz weiterbeschäftigt werden könntest


    ist laut AG keiner "frei", müsstest du beweisen, daß einer "frei" wäre, an dem man dich weiterbeschäftigen könnte


    also alles nicht sehr erfreulich....

    gut, ihr kümmert euch


    ein Gespräch mit dem Objektleiter, die Dienstanweisungen doch dahingehend zu ergänzen, blieb erfolglos
    eine entsprechende Mail an meine Regionalleitung über diesen Umstand blieb unbeantwortet


    das ist Pillepalle - wenn man es nicht besser weiß, ist es das eine
    wenn man es aber einfach ignoriert, obwohl man es weiß oder mitgeteilt bekam, ist es das andere


    na ja, einer der Gründe, warum ich dort aufgehört habe................

    nehmen wir mal die Durchführungsanweisungen zum § 4 BGV C 7



    Zusätzlich zu der allgemeinen Dienstanweisung sind in einer speziellen
    Dienstanweisung Umfang und Ablauf der jeweiligen Wach- und
    Sicherungstätigkeit einschließlich aller vorgesehenen Nebentätigkeiten
    festzulegen. Hierbei sind alle Gegebenheiten und erforderlichen
    Maßnahmen zu berücksichtigen, die sich auf den jeweiligen Einsatz
    beziehen.




    Die Versicherten dürfen Tätigkeiten, die nicht in der speziellen
    Dienstanweisung festgelegt sind, nicht durchführen. Anweisungen des
    Auftraggebers für Tätigkeiten, die über den Umfang der speziellen
    Dienstanweisung hinausgehen, dürfen nicht befolgt werden. Anweisungen,
    die der Sicherheit und dem Gesundheitsschutz offensichtlich
    entgegenstehen, dürfen nicht ausgeführt werden.



    und dazu mal ein praktisches Beispiel aus meinem letzten Job :


    der Kantinenbetreiber im Werk XY fragt beim externen Werkschutz an, ob ein Mann übrig wäre, der eine Mitarbeiterin mit den Tageseinnahmen zur ca. 1km entfernten Bank begleiten könnte.
    Der Objektleiter stimmt zu, ohne Rücksprache mit seinem Chef, "ja,ja, können wir schon machen, kein Problem",
    schon ist die Sache in Stein gemeisselt und gehört zukünftig zu den regelmässigen Aufgaben


    was soll man dazu sagen ?


    so wird es in vielen Fällen laufen, man macht das, was verlangt wird, es kommen immer mehr Aufgaben dazu, irgendeine allgemeine Dienstanweisung (oftmals ein halbes Jahrhundert alt, Aktualisierungen Fehlanzeige) liegt irgendwo rum,
    reingeschaut hat da die letzten Jahre keiner mehr

    das BAG definiert folgendermaßen :



    (6 AZR 564/01)




    was in manchen Bereichen aber als "Praktikum" , "Probearbeiten" oder auch "Schnuppertage" angeboten wird, oder wie man das auch nennen will, hat damit gar nichts zu tun.



    http://www.rechtsanwalt-schind…nn_eingeklagt_werden.html



    Zitatfunktion berichtigt. colle

    ach, Magengeschwür krieg ich keines


    bekam vielleicht der eine oder andere "Chef", der es mit mir früher als Betriebsrat zu tun bekam, wer weiß...............


    mich packt nur immer der kalte Zorn, wenn ich sehe, wie die Leute in unserem Gewerbe behandelt werden
    ( die berühmten Ausnahmen-Firmen gibt es möglicherweise, begegnet ist mir noch keine, und ich kenn so ziemlich alle namhaften in unserer Region)
    und viele Arbeitnehmer das auch noch als "normal" betrachten, weil sie es nicht anders kennen oder nicht besser wissen


    aber so wirklich interessiert es niemanden der zuständigen Behörden,
    obwohl sowohl die Gesetze und Vorschriften da wären, als auch die Sanktionen, diese Zustände zu bekämpfen

    vielleicht kannst du mir mit ein paar für den AN positiven Aspekten bei Pseudopraktika, kürzeren Kündigungsfristen und längeren sachgrundlosen Befristungen als das Gesetz vorsieht (ein Hurra auf die Öffnungsklauseln), großartig angepriesener tariflicher Vergütung (wobei überwiegend der Mindestlohntarifvertrag gemeint ist) auf die Sprünge helfen ? ;)


    was der AG davon hätte, kann ich mir schon vorstellen, aus seiner Sicht sehe ich das alles generell nicht negativ

    ...deswegen schiebt unsere Firma jeder Einstellung mittlerweile ein Praktikum voraus.


    .


    klar das die Sicherheitsbranche auf diesen üblen Zug mit den Praktika auch noch mit aufspringt


    Pseudopraktikum, Probezeit mit einigen Tagen Kündigungsfrist, Befristungen zum Abwinken,
    Mindestlohn, und einfache Möglichkeit, jemanden der den Mund aufmacht, wieder loszuwerden


    schöne neue Arbeitswelt
    irgendwann sind wir wieder beim Tagelöhner.................


    und was machen die Arbeitgeber ? palaber01