Beiträge von Specialist

    Falsch, auch das Zweite geht als Arbeitsbereitschaft durch. .


    dann wird klar, warum bei euren Objekten alles so läuft, wie es läuft und das auch so in Ordnung sein soll ;(


    es ist eine der arbeitsvertraglichen Hauptleistungspflichten eines Pförtners, z.b. die Ein-/Ausfahrt eines Werkes zu überwachen/zu beobachten,
    noch dazu, wenn er selbst tätig werden muß, falls jemand rein oder raus fahren will (weil z.b. kein Ausweislesegerät die Öffnungs/Schließtätigkeit automatisch ermöglicht)
    deshalb kann man diese Tätigkeit nicht als Arbeitsbereitschaft sehen, zudem fehlt der "Zustand der Entspannung"


    die Tätigkeit eines Bademeisters, der die Gäste beobachtet, ob nicht vielleicht jemand in Not wäre bzw. Hilfe bräuchte, wird auch niemand als "Arbeitsbereitschaft" bezeichnen können, da es zu seinen Hauptpflichten gehört, "aufzupassen"


    im Gegensatz zur Kartenverkäuferin an der Kasse des Bades, die "nur " darauf wartet, daß jemand kommt und eine Karte kaufen will

    im Gegensatz zu den Be-oder Entladezeiten eines LKW-Fahrers, dessen Hauptaufgabe eben das "Fahren" ist, und der sich dafür auch bereithalten muß, wieder loslegen zu können, wenn be- oder entladen wäre
    ( BAG, 29.10.2002 - 1 AZR 603/01)


    im Gegensatz zu einem Schulhausmeister, der sich in seiner Dienstwohnung "bereit hält", was als ARbeistbereitschaft zählt
    (BAG, 10.07.2003 - 6 AZR 309/02)


    hat er dagegen die Pausenaufsicht, wobei er außer beobachten jetzt nichts großartiges tun müsste, ist schon wieder "Sense" mit Arbeitsbereitschaft

    Es ist auch ein Unterschied gegeben zwischen "Bereitschaft" und "Arbeitsbereitschaft".


    tja, da lässt ja der § 7 ArbZG Raum, geeignete "Mischungen" zu finden, wenn man von Arbeitsbereitschaft oder Bereitschaftsdienst spricht


    aber :


    ob man nun in einer Notrufzentrale "rumsitzt" im Zustand "wacher Aufmerksamkeit" und auf akkustische Signale wartet, um zu reagieren


    oder in einer Pforte mit manuell bedienbarer Schranke "rumsitzt", wo gerade niemand kommt, man aber das ganze im Blick haben muß, falls jemand kommen sollte


    sind schon zwei paar Stiefel,


    wobei zweiteres nicht als Arbeitsbereitschaft durchginge, aber gerne so gesehen wird


    Du hilfst dir in dieser Lage selbst: Auto von Deinem Grundstück entfernen (lassen), die Kosten kannst du beim Verursacher geltend machen. Und der wird diese Kosten auch übernehmen müssen.


    nicht ganz unproblematisch, weil ein Zeitfaktor eine Rolle spielt :



    Sofort” im Sinne des § 859 III BGB


    Weiterhin ist zu beachten, dass die Selbsthilfe gem. § 859 III BGB „sofort” zu erfolgen hat. Nur vereinzelt wird vertreten, dass sich der Grundstücksbesitzer ohne zeitliche Begrenzung der verbotenen Eigenmacht erwehren kann (11). Der Begriff „Sofort” bedeutet, dass die Beseitigung der Besitzstörung so schnell wie nach objektiven Maßstäben möglich zu erfolgen hat, ohne Rücksicht auf die subjektive Kenntnis von der Entziehung (12). Das heißt aber nicht, dass augenblickliches oder blitzschnelles Handeln erforderlich ist (13). Bei interessengerechter Auslegung ist vielmehr zu berücksichtigen, dass der Besitzer nicht feststellen kann, wann das Fahrzeug abgestellt wurde und seit wann es bereits dort steht (14). Es ist ihm deshalb eine Informations-, Überlegungs- und Vorbereitungszeit zuzubilligen (15).


    Es besteht keine Einigkeit darüber, wann genau eine Handlung „sofort” im Sinne der Norm vorgenommen wurde. Die strengste Ansicht vertritt wohl Schünemann, der eine noch warme Motorhaube für einen brauchbaren Anhaltspunkt, im Übrigen aber einen zeitlichen Rahmen von höchsten 30 Minuten für zulässig hält (16). Akzeptiert wurden seitens der Rechtsprechung „wenige Stunden" (17); „2-3 Stunden" (18); noch am gleichen Tage" (19) und „noch am folgenden Tag" (20). Andererseits soll „nach 7 Stunden" (21) nicht als „sofort” im Sinne von § 859 III BGB angesehen werden, auch die Nachtzeit (22) soll nach objektiven Maßstäben ungeeignet sein (23).


    Sieht man von dem Problem des Begriffs „sofort” ab, sind, wie auch in den übrigen Fällen, die Voraussetzungen des Anspruchs i. d. R. unproblematisch (24) gegeben (25).


    http://www.verkehrslexikon.de/Texte/PrivatParkverstoss07.php

    vorbildlich - solange das "rumsitzen" nicht mit Überwachung/Beobachtung/Kontrolle/ Aufmerksamkeit etc verbunden ist


    sondern es sich um reines "Bereithalten" handelt



    aber erfahrungsgemäß gehen beim Begriff "Bereitschaft" die Meinungen sehr weit auseinander



    nicht überall, wo der AG gerne "Bereitschaft" draufschreiben würde, ist auch "Bereitschaft" drin,


    , weil 12 Arbeitsstunden so verboten sind.


    ..und schon hat er wieder Recht, wenn man sich die Praxis anschaut


    denn in welcher 12-Std-Schicht ist "regelmäßig und in erheblichem Umfang Arbeitsbereitschaft oder Bereitschaftsdienst " plus der ohnehin vorgeschriebenen Ruhepausen im Sinne dieses Gesetzes so integriert, daß die Schichtdauer nicht zu beanstanden wäre ??




    nicht aus Gründen der Gesundheitsförderung oder Fürsorge wird in einigen Bundesländern auf 8-Std-Schichten zurückgegangen